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Joss Stone für freien Musiktausch

Die Nutzer illegaler Musiktauschbörsen haben prominente Unterstützung bekommen. Die britische Sängerin Joss Stone findet nach einem Bericht des Internetmagazins Winfuture.de freien Musikaustausch gut. zum Artikel 29.06.2008, 14:01Verstoß melden

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coeca Persönliche Nachricht schicken | 5 Beiträge

Es ist halt schon so, wenn jeder für sich selber schaut, ist auch für alle gesorgt...

und klar dass die Musikindustrie für sich schaut und jeder Musikhörer für sich selber sorgt.

So wird diese Diskussion noch lange andauern.

Meine Musik kann man sich auf

www.knock-on-wood.ch

gratis und legal anhören!

so, meine freundin regt sich schon auf, dass ich den ganzen Vormittag vor dem pc verbracht habe, deshalb verabschiede ich mich jetzt.

See Ya

wALLIUS Persönliche Nachricht schicken | 481 Beiträge

ich finde es auch richtig so. ich höre gerne musik, bin aber nicht bereit für jeden titel ca. 50cent auszugeben, denn dazu ist es mir nicht wichtig genug. außerdem höre ich die meisten titel nur einen monat und danach muss der nächste her.

krumm Persönliche Nachricht schicken | 1189 Beiträge

@ ascher

das problem ist doch folgendes:

die mi - nein nicht mobile infanterie sondern musikindustrie - bietet interessanten musikern und gruppen einen großen vorteil - das is wie bei dem herrn mit hörnern und ziegenfuß - sie finanziert vor: also bekommst du dein professionelles studio, die aufnahme, das booklet - alles auf mehr oder weniger profi noveau, auch kann es sein, dass du eine gewisse schaffenspause vorfinanziert bekommst...

oder platt ausgedrückt:
die mi finanziert dir vor 1o.ooo €, 1oo.ooo €, 5.ooo.ooo € je nach deinem "marktanteil und bekannt- bzw. beliebtheitsgrad"...

nun, hier kommt o.g. herr ins spiel...

-fast- alle deine wünsche - als musiker - werden erfüllt... aber dafür will ich nur eine unterschrift :)

und schwupps hat das label ein album, dass sie vermarkten können... bwl-fuzzies würden etwas texten wie murmelmurmel vertriebsmonopol, alleinstellungsmerkmal seierseier.

und wie jedes gute unternehmen nutzt diese ihre vorteile voll aus.

das heißt: man produziere seinen krams so billig wie möglich, verticke ihn so teuer wie möglich, zahle dem künster so wenig wie möglich baue sich n schickes hauptquartier an exponierter stelle, betreibt massive lobbyarbeit, engagiert eine armee von anwälten und erstellt luftnummern wie:

wir "schätzen" es gibt hierzulande 3o.ooo.ooo raubkopien, das schadet uns, zerstört arbeitsplätze und ist soooooo gemein.

nur, von den 3o.ooo.ooo angeblichen raubkopien, die die mi beklagt also 3o.ooo.ooo x 21,95 € sind vllt. schon mal 15.ooo.ooo kopien aka "Hey Kumpel ich habe mir die neueste scheibe von den einstürzenden doppelhaushälften gekauft, hörma rein voll geil die mucke"
die anderen sagen wir mal 12.ooo.ooo sind gezogene musik von leuten, die sagen wir mal kein geld dafür ausgeben könnten - kids, hartz IV, working poors - und die restlichen 8.ooo.ooo "raubkopien" sind tatsächlich die bösen jungs, die der mi ans bein pissen, indem sie illegal kopien aus china verscherbeln oder die ganz harten rk´s ausm garten...

nur die mi sagt halt 3o.ooo.ooo geschätzt x 21,95 gleich ca. 658.5oo.ooo € verlust...

obwohl tatsächlich geschätzt nur 175.6oo.ooo € schaden von fiesen kriminellen erzeugt wurden...

lg

Icarus Persönliche Nachricht schicken | 494 Beiträge

@ krumm:

Dusolltest bei der Rechnung auch die Einnahmen aus Gebühren auf Drucker, Brenner etc. pp. von den Verlusten abziehen, oder kommen die in einen anderen Topf?

Kc1 Persönliche Nachricht schicken | 1345 Beiträge

Was mich auch besonders stört, sind diese extrem überhöhten Schadenersatzforderungen.

Man bezahlt für das neue 50cent-Album um die 20€, je nach Verkäufer. Die Einzeltitel haben einen Wert von 1,25€, wenn man davon ausgeht, dass die Lieder gleich viel kosten. Schließlich wurden sie ja auch alle auf die gleiche Weise produziert und bearbeitet.

Aber selbst wenn nicht, wäre nur ein Schaden von 20€ entstanden weil dies nur die maximale Einnahme durch den Verkauf des Albums gewesen wäre.

Ich finde es, auch wenn man noch einen Abschreckungsgedanken zur Erklärung bemühen will, eine Frechheit, dann von einem Jugendlichen mal eben ein paar tausend Euro Schadenersatz zu fordern.
Wo hat der Jugendliche denn bitte 1000 € Schaden verursacht?

Er hätte lediglich 20€ beim Verkauf einbringen können, mehr nicht, also ist auch nur ein Schaden von 20€ entstanden.


Diese übertriebene Kriminalisierung ist nicht besonders gut für das Image der Firmen.

tsehdeh Persönliche Nachricht schicken | 3 Beiträge

Musik machen aus Liebe zur Musik. Plattenfirmen haben erst dazu geführt dass kommerzielle Musikscheiße entstanden ist. Billigklingeltöne. AHA. Joss Stone wie auch Robby Williams können sich ne dicke Backe leisten.
Bekannte Künstler können da ganz locker bleiben.

Traurig ist, dass es total an der Öffentlichkeit vorbeigeht,
WER sonst noch so ackert im Musikbereich, damit MILLIONEN Leute ihr Seelenleben durch tolle Musik bereichern können. ( Ok das ist natürlich auch ne Geschmacksfrage, wie mit Allem-es soll nämlich auch Leute geben, die LIEBEN SCHNAPPI& HASI und CO. obs dem Rest nun passt oder nicht...auch TRASH gehört zur Musikkultur, nicht nur die "ehrliche" Live-Gitarren-Songwriting-Abteilung ).

WER ACKERT also sonst noch für tolle Musik? SONGWRITER, Komponisten, Techniker, Musiker,
Misch-und Masteringingenieure, die einen tollen Sound erheblich mitgestalten. TROTZ oder gerade weil durch die Software Vieles möglich geworden ist.
Aber auch durch die digitale Demokratisierung und die Möglichkeit, dass nun Tausende sich musikalisch präsentieren können. Unterm Strich ist nun ehrlich so viel auch nicht Besser geworden! Quantität statt Qualität ist mehr oder weniger geblieben, hat sich nur inhaltlich verlagert.

Warum gibt es bestimme Dinge? Weil der Bedarf da ist. Weil er durch irgendwas geweckt wurde. Das ist doch überall genauso, was soll also diese ewige Jammerei über Scheißmusik? Deep Purple waren im Grunde auch ne Casting-Band, Vermarktet wurde auch Früher schon. Undsoweiter.

Dass es Scheißmusik gibt und die gekauft wird, hat doch auch was mit Denen zu tun, die sowas kaufen.
"Scheißmusik" bleibt da dann auch subjektive Geschmacksache. In Deutschland gibts unter Musikern immer ein Problem: Intoleranz unter den Stilen, NEID und Rumdiskutieren, anstatt es selbst Besser zu machen.

Wer selber als Musikkonsument nen "bürgerlich"
festen Beruf unterm Arsch hat oder von MamiPappi Kohle lebt, soll zu diesem Thema bitte die Schnauze halten. Würde es auch nur einen Bäcker oder Handwerker geben, der erstmal KOSTENLOS arbeitet, bzw wo ich hingehen kann und erst dann bezahlen-wenn überhaupt-wenn ich das Produkt Scheiße finde? Steht auch nur eine Schlagzeile in der verdammten BILD-Zeitung, wieviel Stellen unter Musikern und Künstlern wegfallen und die sehen können, wo sie bleiben? Ich spreche hier nicht von
großen Stars, das wäre ein reines BWLBeispiel, warum die soviel Kohle bekommen.

Ich bin mal mutig: Musik aus Liebe machen -so sollte es sein- Aber nicht als Argument für Leute, die für das, was sie bekommen-das sie sich übrigens FREIWILLIG aussuchen können- NIX zahlen WOLLEN im Gegenzug. Meine jahrelang hart erkämpften Leistungen verramschen? Wochenlang da sitzen, machen tun, dann nicht die Miete zahlen können, wenn man nicht gerade den dicken Erfolg hat, damit Andre dann ihren kostenlosen Spaß haben? NEIN!

Das hat nix mit böser Raffgier zu tun, sondern mit Existenzgedanken. Vielleicht liegt ein Punkt, warum es soviel schlechte Musik gibt, wenn man von den Firmen mal absieht, schlicht auch einfach DARAN,
dass heute so gut wie NIEMAND mehr wirklich hart kämpfen und hungern und durch die Scheiße gehen muss, um ÜBERHAUPT ein ALBUM aufzunehmen. Für Liveauftritte gilt das Gleiche.







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