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Pretorianerin 684 Beiträge

"Workfare" soll durch Hartz IV ersetzt werden

Die Bundesregierung plant offenbar, Hartz IV durch Workfare zu ersetzen. Workfare heißt soviel wie: Sozialleistungen gegen Arbeit, d.h. nur wer arbeitet soll auch Sozialleistungen erhalten. Workfare ist insbesondere in den USA ein weit verbreitetes Modell, das aber auch dort auf Fördern und Fordern setzt. Die Befürworter in Deutschland, zu denen u.a. der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium der Finanzen, das Institut für Wirtschaftsforschung e.V. und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, plaedieren fuer die Abschaffung der sog. sozialen Marktwirtschaft und die Schaffung eines reinen profitorientierten Kapitalismus-Modelles.

Grundvoraussetzung ist hierbei die Abschaffung des Sozialstaatsgebotes aus dem Grundgesetz. Die Grundsicherung für Erwerbsfähige Arbeitslose soll dann nur noch gezahlt werden, wenn Bedürftige dafür unentgeltlich dort arbeiten, wo das Amt sie hinschickt. Als Basis sollen die bisherigen 1€ Jobs dienen, wobei die Mehraufwandsentschädigung, die ihnen diesen Namen gab, Ersatzlos gestrichen und diese Jobs ohne Beschränkungen überall vergeben werden sollen - auch bzw. gerade in der Privatwirtschaft.

D.h. also: sozialversicherungspflichtige Angestellte die entlohnt werden müssen, können ganz legal durch Arbeitsdienstverpflichtete Grundsicherungsempfänger ersetzt werden. Arbeitsdienstverpflichtete Grundsicherungsempfänger werden so zu Arbeitnehmern ohne Arbeitnehmerrechte deren "Lohn", die Grundsicherung, vom Staat bezahlt wird. 100% Subventionen für Arbeitgeber, bestmögliche Profitmaximierung. Das Ziel: eiskalter Kapitalismus nach dem Grundsatz: friss oder stirb.

Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19ac30676501.php

02.07.2008, 13:38Verstoß melden

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StalinSmasher Persönliche Nachricht schicken | 819 Beiträge

Habe meine Frau jetzt ins Bett gebracht und habe nun mal freie Bahn ;-)

StalinSmasher Persönliche Nachricht schicken | 819 Beiträge

@Vienna

Dir auch einen lieben Gruss.

sacratti Persönliche Nachricht schicken | 1656 Beiträge

1 euro Jobs sind generell nur in ganz engem Rahmen zulässig. Es dürfen keine Arbeiten verrichtet werden. die sonst von "normalen" Bediensteten gemacht werden. Abfall auflesen machen bspw. in vielen Kommunen "Günstlinge" der jeweiligen Parteien oder ausgegliederte GmbH's der Kommunen, die damit Gewinne in die PArteikassen bringen, Verluste aber so anlegen, dass sie der "Kommune" anheim fallen. Definitiv gibt es eigentlich keine 1 Euro Jobs, ausser sinnlose Beschäftigung, die nur dazu dient, die Statistik rein zu halten.
Aufgewacht, wir haben über 8 Mio Arbeitslose- denn alle,d ie Transferleistungen brauchen- sind in Wirklichkeit arbeitslos, weil es die Politik ermöglicht, Leute für lau zu beschäftigen.
Eine Abschaffung aller 400 E Jobs müsste zwangsläufig entweder einige "Zuhälter" zur Aufgabe zwingen oder zur Schaffung von echten Arbeitsplätzen führen. Denn wenn die Konkurrenz ebenfalls anständig bezahlen muss, kann keiner Vorteile schöpfen. Wenn also die Burgerbratereien ihr Leute anständig bezahlen müssen, kann auch die "Pommesbude" um die Ecke anständig arbeiten und die "normale" Gastronomie kann ebenfalls wieder mithalten. Das gilt übertragen für alle Betriebe.

Vienna18 Persönliche Nachricht schicken | 698 Beiträge

@StalinSmasher, ach so wird das gemacht :-) Dann mal ran die Meinungen

HWader Persönliche Nachricht schicken | 1626 Beiträge

an StalinSmasher

"Habe meine Frau jetzt ins Bett gebracht und habe nun mal freie Bahn ;-)"

Ist das eine Drohung?

StalinSmasher Persönliche Nachricht schicken | 819 Beiträge

Ja ;-)

Feueraus Persönliche Nachricht schicken | 514 Beiträge

Paige,
zu deinem Beitrag Heute, 21:54,

Wirklich "Stinkfaule" hat es schon zu der Zeit gegeben als ich gerade meine Lehre angefangen habe (1964), denen wurde aber mit der Zeit auch während des Sozialhilfebezugs die Leistungen entsprechent gekürzt. Laut "Gas-Schröder" wurden die Sozialhilfeempfänger mit Hartz-4 in den Arbeitsmarkt zurückgeholt. In einen Arbeitsmarkt der zu diesem Zeitpunkt schon marode war.
Diejenigen aber, welche jahrelang Ihrem Unternehmen treu gedient und zu Reichtum verholfen haben wurden verraten und in Wirklichkeit unterhalb des bis dahin geltenden Sozialhilfestandarts gestellt.

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