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Am Anfang war die Liste

Am Anfang war die Liste Zehn Jahre nach der Gründung steht Google synonym für die Suche im Internet. Gesucht und gefunden wurde dort aber schon lange vorher. Spiegel Online beleuchtet die Netz-Welt vor Google: von Veronica über Gopher bis zu den ersten Web-Suchmaschinen. zum Artikel 15.09.2008, 10:08Verstoß melden

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LilithoD Persönliche Nachricht schicken | 188 Beiträge

Der Witz an der Sache war die Volltextsuche. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgend eine Suchmaschine sich ganz frech über die Kategorien und Überschriften hinwegsetzte, um gleich ans Eingemachte zu gehen, sprich, an die Inhalte. Wer von uns außer den Webdesignern ist sich noch im klaren über die gravierenden Folgen, die das hatte? Seiten mit Framestruktur waren plötzlich out, und es kamen die Sites, die auf jeder Seite die volle Navigation anbieten, es kamen die Komponenten. Auch Ihnen ist es sicher schon passiert, dass Sie eine Textseite bekamen, in der man findet, was man sucht, aber sonst ist nichts da? Das war eine geknackte Frameseite. Schön, dass man sich damit nicht mehr allzu oft befassen muss. Aber dann die Sites und Portale, die einen von dem just gefundenen Inhalt -- schwupps! -- wieder auf die Homepage zerren. Und die Suche beginnt von vorn. Ja, mit Google als dem stillen Einbrecher in die hintersten Seiten: Das macht Spaß, das bringt uns manchmal an Inhalte, mit denen selbst der Inhaber einer Website nicht rechnet. Lustiges Keller- und Dachböden durchsuchen, und hierbei stößt man schon hier und da auf eine Cyberleiche. Google hat die Ordnung im Netz gefördert, Google bestraft Unehrlichkeit wie z.B. das Kaschieren von Suchbegriffen in Weiß auf Weiß. Google fördert die barrierefreien Sites durch die gnadenlose Bevorzugung der inhaltsorientieren Site, die ihr Anliegen gleich auf den ersten Klick darstellt, und hat damit allerhand Umwege, Schnickschnack und überflüssige Intros vom Markt gefegt. Es hat dafür gesorgt, die pestilenzartige Ausbreitung von Animation auf das unbedingt nötige Maß zu begrenzen, und wem auch das zuviel ist, der kann mit einem Flash-Blocker nachhelfen. All dies hat dafür gesorgt, dass wir immer noch Herr des eigenen Surfens sind und nicht -- wie beim Fernsehen -- ohnmächtige Konsumenten, die vor dem Bildschirm sitzen und abwarten müssen, bis es endet. Und wir als Surfer mal wieder ran dürfen und eine Eingabe machen. Eine solche Entmachtung des Users hat Google verhindert, und dafür sei ihm Lob und Dank.
Übrigens: Ich arbeite nur MIT, aber nicht FÜR Google.

ThomasBB 337 Beiträge

Ich arbeite mehr und mehr ohne google. Mir sind ganz einfach die Werbe"seiten" zuviel geworden. Es ist nicht mehr ersichtlich wer für welche Position was bezahlt. Ausserdem bin ich mir nicht sicher ob meine Suche nicht mit meiner IP Adresse zusammen gespeichert wird ... Google ist nichts anderes als die Scientology Kirche! Alle Macht in einer Hand! Das ist einfach zuviel!

miauxx Persönliche Nachricht schicken | 183 Beiträge

@LilithoD

Auweia, Google wegen seiner Inhaltsbezogenheit loben... Ich weiss nicht. Was ist bei dir Inhalt??
Der ganz große "Nachteil" bei Google ist (noch), dass es sich um eine stichwortbasierte Suche handelt. Eine wirkliche inhaltliche Suche müsste die Erschließung von Dokumenten auf semantischer Ebene ermöglichen. Das tut, das kann Google nicht. Da Google ausschließlich werbefinanziert ist und die ersten Treffer jeweils aus einem ´Klick-Ranking´ stammen, also anzeigen, wo sich Werbung am besten platziert, ist es auch besser, Google bleibt bei seinem jetzigen Status als eben allgemeine Suchmaschine.
Wir wissen aber auch, das google große Ambitionen hegt - unheimliche Ziele!

neogeo Persönliche Nachricht schicken | 313 Beiträge

google findet wenn man es genau nimmt nur oberflächlichen müll.

eine suchmaschine ist es in meinen augen nicht da google absolut keine logischen zusammenhängengen wörter oder besser gesagt "inputs" verarbeiten kann.


solange das nicht der fall ist brauche ich keine suchmaschine - da kann ich gleich pi mal daumen eine adresse in den fox eingeben.


google ist ein hype - nichts besonderes.

banco Persönliche Nachricht schicken | 273 Beiträge

Der freie Zugang zu Informationen schafft die Markwirtschaft nicht ab, sondern verändert sie. Marktforschung wird immer wichtiger, und dient hier zum gezieltem Einsatz von Werbung, um den User gemäß seinem Profil ansprechen zu können.
Es gab ja auch mal eine Zeit ganz ohne Internet, falls jemand das noch weiß. Der Nachteil war, dass man einige Informationen nur sehr mühselig oder garnicht kriegen konnte. Der Vorteil war, dass man seine Zeit nicht mit dem Surfen nach viel zu vielen Informationen verdaddelte. Sondern einem gehaltvollem Buch z.B. den Vorzug gab. Oder seiner Freundin, dem Biergarten, dem Badesee....
Ich gucke auch auch öfters bei Google nach, es ginge aber auch ohne. Die können mich mal mit ihrem Interaktivrumgezappel. Macht nur blöde....

LilithoD Persönliche Nachricht schicken | 188 Beiträge

@ miauxx:

Was ist bei mir Inhalt? Alles, was auf den Seiten steht und in einem auf Titeln basierenden Verzeichnis nicht zu finden wäre. Weiter differenzieren kann und soll eine Suchmaschine nicht, denn das wäre ja schon Bevormundung. "Such mir wertvolle Inhalte"!
Semantische Suche... sie soll also nach komplexen Inhalten suchen und erfassen, was ich denke? Welche Suchmaschine kann das? Im wahren Sinne meines Wissens nur der Mensch selber, also müssen wir die Stichworte für Google entsprechend aufbereiten. Dann finde ich wirklich, was ich suche, sofern es im Netz ist. Notfalls gibt man eine Frage in Klartext ein: "Was hat Glasunow vor 1900 komponiert?"
Vielleicht erinnern sich manche, die sich hier über mein Lob wundern, gar nicht mehr an ein Leben vor Google. Es war deutlich mühsamer.
Übrigens: Bezahlte Links gibt es in Google nur wenige, und sie sind erkennbar. Denn eine gute Position in den Ranks bekommt man ganz anders! Ich optimiere die Seiten meiner Kunden ganz ohne PayGoogle. Und bekomme sie regelmäßig in die Top Ten. Wie? Das kann jeder selber herausfinden.

WilliamswieBMW Persönliche Nachricht schicken | 373 Beiträge

Ja, ich hab auch mal, vor 15 Jahren, mit Veronica un Gopher angefangen, und "elm" für e-mail und den Lynx Browser, dann Mosaic. das waren Zeiten! Kann ich aber gut darauf verzichten. Google und co sind aber wirklich derzeit beinahe unverzichtbar.

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