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Lokführer schickte SMS vor Zugunglück

Lokführer schickte SMS vor Zugunglück Nur Sekunden vor dem schweren Zugunglück bei Los Angeles, bei dem im September 25 Menschen gestorben waren, hat der Lokführer eine SMS verschickt. zum Artikel 02.10.2008, 10:31Verstoß melden

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Draggy Persönliche Nachricht schicken | 27 Beiträge

@oasenschönheit zu diesem signal gibt es ein vorsignal das anzeigt wie das haubtsignal steht und normalerweise auch eine Zwangsbremsanlage die selbst wenn der Lockführer nichts tut den Zug per Notbremse stopt.
Deshalb ist dieser Fehler des Logführers nur ein Teil der Gründe:" das Amerikanische Schienenetz ist nur mangelhaft gesichert.

albatross7 62 Beiträge

Es ist der Fluch der Technik wie auch der Routine.

Vor ein paar Jahren habe ich mir ein Buch ersteigert das sich sytematisch mit dem Faktor "Menschliches Versagen" als Ursache für Flugzeugunfälle beschäftigt. Das Buch war übr weite Strecken recht trockener Stoff, aber je weiter ich es gelesen habe, um so mehr hat es mein Interesse gefunden. Die Erkenntisse aus dem Luftverkehr lassen sich auch auf viele andere Bereiche, einschlieslich dem Strassenverkehr übertragen.

Kurz gesagt sorgt Routine und geringe Anforderung beim Denken dafür das sich der Mensch anderweitig beschäftigt, sei es nun Telefonieren, Zeitung lese, Schminken, Rauchen oder schlicht und einfach Schlafen. Fatal ist dabei vor allem die Selbsteinschätzung der Leute, die meinen das sie ohne Probleme noch eine Nebentätigkeit ausüben können. Eine erhöhung des Grades der Automatisierung ist darum auch nicht unumstritten. Den wenn der Bediener nur noch überwiegend zum Beobachter und Notfalleingreifsystem degradiert wird ist die Langeweile vorprogrammiert. So haben gerade bei Langstreckenflügen die Piloten ihre Maschinen ohne technischen Defekt regelrecht in den Boden geflogen. Wohlgemerkt nicht wie einen Stein abstürzen lassen, sondern meist in Bäume oder ansonsten harmlose Hügel geflogen. Das Problem bei den ganzen Nebentätigkeiten liegt daran, das man zuviel Zeit benötigt um sich wieder in seine Umgebung zu orientieren.

Die Kritik einiger, das es falsch sei die Schuld dem nun toten Lokführer zu zu weisen ist Blödsinn. Es ist wie bei jedem größeren Unglück wichtig die Ursachen zu ermitteln. Verbote wie zum Beispiel im Strassenverkehr sind jedoch völlig witzlos, solange ihre Einhaltung nicht wirksam überwacht werden kann. Darum gibt es ja heute diverse getarnte Fahrzeuge, vom Motorrad mit Kamera bis zum Wohnmobil mit seitlichen Kameras um Lkw-Lenker bei Nebenbeschäftigungen zu erwischen.

Der gesunde Menschenverstand und Intelligenz sind leider oft schwächer als Langeweile und Erfindungsgeist.

notting 222 Beiträge

Meines Wissens hätte da in Deutschland eine Automatik beim Überfahren eines roten Signals eine Vollbremsung ausgelöst. Die Amis haben sowas wohl nicht und schieben jetzt alles auf den Lokführer, da billiger...

Shrimp Persönliche Nachricht schicken | 547 Beiträge

Ich bin ja immer noch der Meinung, daß man Lokführer getrost ersetzen kann. Die braucht man hähstens zum Rangieren auf Bahnhöfen. Die nächste Generation von Loks fährt komplett automatisch und erkennt auch Ausnahmesituationen. (Man bedenke daß die ersten U-Bahnen schon seit mehreren Jahren alleine fahren und die ersten Autos testweise von alleine durch den Straßenverkehr fahren, was viel schwieriger zu realisieren ist als eine Zwangsführung auf der Schine. Desweiteren sind künstliche Sensoren um Längen besser als die menschlichen. Womit wir noch probleme haben ist die Entscheidungsfähigkeit. Das kommt aber auch noch ;-) )

Also, mit automatischen Systemen lassen sich Menschenleben retten. Und wenn doch mal was schiefgehen sollte, so kann man sich sicher sein daß es ein einmaliger Fall ist, sofern man den Fehler erkannt und behoben hat.

squalie2 Persönliche Nachricht schicken | 1 Beitrag

Ja, man bekommt automatisch eine Zwangsbremsung, wenn man an einem haltzeigenden Signal vorbei fährt in Deutschland, wobei man, sofern man wirklich nicht aufgepasst hat schon vorher mehrere Zwangsbremsungen kassiert, wenn man nicht wirklich die Absicht hat, über dieses Signal drüber zu fahren.

Mit solchen Zugsicherungssystemen hätte man den Unfall bestimmt verhindern können, aber möchtest du wirklich alles einer Maschine anvertrauen? Auch Maschinen können Störungen haben! Daher denke ich nicht, dass der Beruf des Streckenlokführers so schnell aussterben wird, auch wenn der Faktor Mensch immer potentiell Gefahr bedeutet. Besonders wenn er seine Aufgabe nicht ernst genug nimmt (was anscheinend hier der Fall war).

Ich weiß jetzt auch nicht genau welche Strecke du meinst Shrimp, wo Züge bereits voll automatisch fahren sollen. Ich kenne dort jetzt auf die schnelle nur die U-Bahn Nürnberg. Solltest du dieses Beispiel genommen haben, so kann ich da nur sagen, dass U-Bahn fahren in dieser Größenordnung in Nürnberg etwas anderes ist, als wenn man auf der freien Strecke draußen fährt. Auf der freien Strecke gibt es viel mehr potentielle Hindernisse.

Navigator 211 Beiträge

...tja der Mensch u die tolle Technik, auf den Mond fliegen wollen, Raumstationen bauen usw.

Aber nicht mal in der Lage Gleisverkehr wirklich sicher zu machen!!!

Wie in diesem Fall, warum sind die Loks nicht mit Akustikgeber ausgestattet, die ein Akustiksignal in der Fahrerkabine ertönen lassen wenn sich die Lok einer roten Ampel nähert u warum ist nicht ein Bremssystem eingebaut wenn ein Zug "unverändert" an einem roten Signal "vorbeidonnert" ???

...alles technisch ein Klacks, aber dann kommt wieder das Gejammer, ach das liebe Geld, alles sooooo teuer!? ...naja dann halt lieber paar Menschenleben, sind ja das "billigste" was es gibt auf der Erde u dazu noch in rauhen mengen ;-)

Tommy63 Persönliche Nachricht schicken | 513 Beiträge

@notting

Du hast Recht! Die Amis wollen immer die Weltmacht sein aber an den einfachsten Sachen fehlt es denen.

Ein Sozialsytem kriegen die auch nicht auf die Beine, dafür ballern die herrlich durch die Welt.

Meinetwegen kann man Amiland zuschei*en.

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