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Junger Polizist erschießt Angreifer

Junger Polizist erschießt Angreifer In Notwehr hat ein junger Polizist bei einem Einsatz in Ratingen (Nordrhein-Westfalen) mit seiner Dienstwaffe einen offensichtlich geistig verwirrten Mann erschossen. zum Artikel 12.03.2008, 15:36Verstoß melden

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BurnedChild Persönliche Nachricht schicken | 57 Beiträge

Pfefferspray nützt meistens wirklich nich so viel. Und das, obwohl wir eine wesentlich höhere Dosis haben als in den handelsüblichen Sprays. Ich verlass mich da lieber auf meine Fähigkeiten in der Selbstverteidigung, denn da weiß ich was funktioniert und was nicht. Denn wenn ich jemanden am Boden mit nem Hebel fixiert habe, war´s das nämlich. Muss ich da dann erst noch warten, bis der Pfeffer die Schleimhäute, Rachen und Augen zu macht, kann ich gleich zur einfachen körperlichen Gewalt greifen. Aber als Abschreckung ist´s in einer Bedrohungslage aus "sicherer" Entfernung manchmal ganz hilfreich.

@audifahrer86
"... würde ich aus den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, jene wählen, von denen ich mir den größten Erfolg verspreche."

Sehr treffend ausgedrückt. Wenn ich es könnte, würde ich z.B. einen Kühlschrank auf den Angreifer schmeißen oder auf nem Parkplatz den gerade daneben stehenden Audi. Muss aber - eben auch wie du - doch auch auf meine Schusswaffe zurückgreifen, da das für mich erfolgversprechender ist. ;) Grundsätzlich darf ich aber tatsächlich alles mir zur Verfügung stehende verwenden.

Sumeragi Persönliche Nachricht schicken | 23 Beiträge

@Burned Child:
wie lange muss ein Polizeibeamter denn als solcher gearbeitet haben, damit er als erfahren gilt?
Sie sind seit 1993 bei der Polizei, also bereits 15 Jahre.
Ich habe eigentlich gedacht, dass Polizisten geistig soweit trainiert werden, dass sie souverän, überlegt und richtig handeln können.

es waren "nur" Messer. Mit etwas Abstand halten, hätte es möglich sein können die Situation zu schlichten oder mit Schüssen so zu lösen, dass der Täter trotzdem nicht sterben muss, zumal sogar ein Partner im Fall der Fälle dann immernoch hätte schießen können.

Na ja, die moderne Zeit lässt viele wichtige Instanzen stellenweise nachlässig werden.

So viel zu meiner Meinung.

1348 Persönliche Nachricht schicken | 586 Beiträge

Okay, wir waren alle nicht dabei, es ist zu wenig bekannt und so weiter.

Aber einige grundsätzliche Dinge gibt es doch dazu zu sagen:

Ich finde es merkwürdig wie schnell der Staatsanwalt dabei ist jemanden für schuldlos zu erklären - das ist eigentlich nicht der Stil von Leuten die praktisch als "Jäger" arbeiten sollen. Da darf es schon ein komisches Gefühl hinterlassen wenn man weiß das Staatsanwaltschaften und Polizei auch sonst zusammenarbeiten....

Würde ein Normalbürger so handeln wie der Polizist, dann würde der Staatsanwalt auf jeden Fall gegen den ermitteln, ob er vielleicht die Notwehr überschritten hat.
Da würde man glatt argumentieren die Pistole sei doch viel gefährlicher als das Messer, warum er denn den Angreifer nicht auf Distanz gehalten habe, warum er nicht geflüchtet sei statt jemanden zu erschießen, warum er den Angreifer nicht entwaffnet habe obwohl er doch nachweislich im Nahkampf bewandert ist, usw. usw.
Es stinkt hier nach Zwei-Klassen-Justiz.

Ich will dem Polizisten garnicht absprechen in Notwehr gehandelt zu haben, auch dann nicht wenn er drei Schüsse abgegeben hat. Ganz im Gegenteil: Ich hätte es genauso gemacht. Auch die Argumentation die Pistole wäre gefährlicher (so würden Staatsanwälte gegen Bürger argumentieren, siehe oben) zieht bei mir nicht.
Ein Messer kann auf kurze Distanz gefährlicher sein als eine Pistole, insbesondere deshalb weil es viel schneller gezogen und bereit ist als eine gesicherte Pistole in einem Halfter. Ist der Messerstecher erstmal im Nahkampf, dann hat das Opfer (das sich ja mit beiden Armen gegen die Stiche verteidigen muß und in Panik gerät) kaum noch eine Chance hätte eine Pistole zu ziehen und zu entsichern, geschweige denn damit zu zielen.

In diesem Fall sehen wir auch wie wirkungslos Pfefferspray unter Umständen sein kann und an meinen Ausführungen oben kann man sehen wie gefährlich Messer sein können.
Trotzdem ist das Herumtragen von Messern zur Selbstverteidigung für den Normalbürger nicht erlaubt, ja wird ihm im Falle von Notwehr sogar noch als "Mordabsicht" ausgelegt.
Konsequenz: Der Bürger soll sich, wenn er nicht mehr flüchten kann, wie Vieh abschlachten lassen.
Schlußfolgerung: Als Polizeibeamter hat man in Deutschland ein höheres Lebensrecht als der Normalbürger.
Forderung: Das Mitführen von Selbstverteidigungwaffen soll nur noch für bekannte Gewalttäter und Verbrecher verboten bleiben. Feuerwaffen sollten aber nicht weiter als bisher üblich freigegeben werden (allein schon wegen der hohen Unfallgefahr).

BimbergLotharBenutzer gesperrt

Dieser Beitrag wurde von der Forenaufsicht gesperrt.

BurnedChild Persönliche Nachricht schicken | 57 Beiträge

@Sumeragi

zum ersten Absatz: offensichtlich nicht die Ironie erkannt!?

Ich hätte mehr Angst vor Ihnen, wenn sie mit Messern vor mir stehen als mit einer Schusswaffe. Mit Messern kann nämlich jeder umgehen - mit Schusswaffen nur die, die auch damit trainieren (ich spreche da aus Erfahrung).

Ich muss aufgrund Ihres Post annehmen, dass Sie wohl eine der beiden Personen sind, die von dem Geisteskranken festgehalten wurden, da Sie offensichtlich genaustes über die Lage in der Wohnung bescheid wissen, so wie sie über die Situation reden. In diesem Fall drücke ich Ihnen hiermit mein Mitleid aus, da sie in so einer beklemmenden und lebensbedrohlichen Situation waren und vermutlich immer noch Alpträume davon haben werden! Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft!

Chewie Persönliche Nachricht schicken | 546 Beiträge

Sumeragi
Was hätten die Polizisten denn machen sollen, um Abstand innerhalb einer Wohnung zu gewinnen? Es war eine Wohnung, kein Palast! Wie schnell hat man da die wenigen Meter überbrückt und jemanden mit den Messern aufgeschlitzt. Hätten die Polizisten den Verrückten zu einem Kaffeekränzchen einladen sollen und die Sache mit ihm ausdiskutieren?
Der Mann war verrückt oder geistig verwirrt, da hat sich´s oftmals mit dem Reden. Was für unsereins "souveränes, überlegtes und richtiges Handeln" ist, sieht in den Augen eines solchen Menschen ganz anders aus. Abgesehen davon, daß es in solchen Extremsituationen nicht weit her ist mit dem o.g. gewünschten Handeln.
Der Typ ging mit Messern auf die Beamten los, dann muß er damit rechnen, erschossen zu werden. Punktum!

1348
Ja klar, bewaffnen wir unsere Bürger. Jeder darf ein Messer oder mehrere mit sich rumtragen. Man sieht ja am Beispiel USA, wie lebenswerter es dann doch wird.
Geht´s noch??

Und Deine These, wonach Polizisten ein höheres Lebensrecht haben würden als Normalbürger...kann es sein, daß Du da irgendwas nicht so ganz mitbekommen hast? Seit wann sind unsere Polizisten revolverschwingende Pistoleros, die alles kaltlächelnd über den Haufen ballern? Ist Dir schon mal aufgefallen, wie selten deutsche Polizisten zur Schußwaffe greifen?
Und JEDER Schußwaffengebrauch außerhalb der Schießstände führt zu umfangreichen Ermittlungen, sei es bei der Polizei oder Bundeswehr! Das wird nicht einfach mal eben so abgetan: Och, das ist ja nur ein 08/15-Bürger, die darf man ja niederknallen!

1348 Persönliche Nachricht schicken | 586 Beiträge

@ Sumeragi

Wir wissen nicht wie weit Abstand zum Angreifer noch war. Und nachdem Pfefferspray nichts brachte, darf man davon ausgehen das "schlichten" auch nicht viel gebracht hätte....

Also wenn ich von Polizeibeamten mit Pfefferspray besprüht würde, dann wäre mir klar das ich die Sache danach etwas ruhiger angehe...

@ BurnedChild

Okay ihr benutzt seit 5 Jahren Munition mit "mannstoppender Wirkung"?
Und? Bringt die wirklich nachweislich viel mehr als normale Munition?

Ich habe da meine Zweifel. Es wird nämlich auch von manchen Experten angezweifelt das Pistolen- oder Gewehrmunition überhaupt eine solche Wirkung im erwähnenswerten Umfang haben können.
Insbesondere deshalb nicht weil die Kugel im Vergleich mit dem Körper auf den sie trifft eine ziemlich lächerliche Masse hat.
Es gibt da ein Beispiel von einem französischen Polizeibeamten der von einer Kugel auf seiner kugelsicheren Weste getroffen wurde. Er meinte es habe sich angefühlt wie ein ganz sanfter (ja scherzhafter) Fausthieb - und das obwohl er ja die gesamte Wucht der Kugel abbekam. Es gibt noch andere Beispiele: etwa die Schrotflinte (mit der angeblich hohen mannstoppenden Wirkung) die einen anstürmenden Angreifer nicht aufhielt oder das kuriose Beispiel eines Mannes der auf einer Parkbank sitzend von einem Luftgewehr (!) getroffen wurde und dann aber 2 Meter weit wegflog.
An diesem Beispielen gemessen scheint die "zurückdrängende Wirkung" eher psychologisch als physikalisch zu sein.
Herausfinde lässt sich das natürlich schwer, weil man ja keine lebenden Menschen "testweise" beschießen kann. Gelatineblöcke sind auch nur Gelatineblöcke und tote Schweinehälften unterscheiden sich in drei wesentlichen Eigenschaften vom Menschen:
- sie sind vom Schwein
- sie sind nur halb
- sie sind tot ;-)

Naja, ich bin jedenfalls gespannt ob Du mir eine Fundstelle oder Quelle aufzeigen kannst wo einwandfrei bewiesen wird das diese mannstoppende Wirkung mehr ist als ein Mythos aus Hollywood.

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