Verfassungshüter bestätigen Inzestverbot
Wenn man sieht, wie die Beiden miteinander umgehen, glaube ich, dass sie alles für Ihre Kinder tun werden.
Ich bezweifle, dass die Entscheidung ihnen damals die Kinder zu nehmen, die richtige war.
Wenn man Ihnen das 1. Kind, auch wenn es behindert gewesen sein soll, gelassen hätte und sie hätte Verantwortung übernehmen lassen, wer weiß wie es weiter gegangen wäre.
Liebe mit Gesetzen bei Erwachsenen, habe ich Zweifel.
Andere Länder gehen anders damit um. Ich glaube auch, dass hier ein Urteil unter moralischen Gesichtspunkten getroffen wurde. Auch wenn das Urteil im Namen des Volkes getroffen wurde, in meinem nicht.
Hallo miteinander...
Wenn man die Diskussion so verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass man hier fast ausschließlich von Ärzten, Genetikern, Rechtsanwälten und Richtern umgeben ist - von FACHLEUTEN eben... Was mich aber viel mehr bewegt ist, dass mir viele von Euch verbieten, eigene Kinder zu haben. Zumindest wenn man Eure Argumente und Ansichten zu ende denkt... Ich selbst bin Körperbehindert. Ich habe eine Erbkrankheit, die zwar nicht unbedingt sichtbar ist, auch nicht meine Intelligenz einschränkt, aber an der ich dennoch ziemlich zu knabbern habe... Wenn ich nun eigene Kinder haben wollte, weiß ich, dass diese zu 100% meine Krankheit erben, also behindert auf die Welt kommen werden! Wenn Ihr also schreibt, dass man Eltern verbieten sollte, Kinder in die Welt zu setzen, wenn man vorher schon weiß, dass diese behindert sein werden, dann danke schön... Ich für mich ganz persönlich habe mich (bisher) gegen Kinder entschieden, weil ich keinem anderen Menschen wissentlich meine Leiden zumuten will... Aber das ist ein anderes Thema. Inzestiös gezeugte Kinder haben lediglich eine viel höhere Wahrscheinlichkeit, geistige Probleme zu haben. Erinnert sich noch jemand an vergangene Tage, an denen es in verschiedenen Schichten ziemlich, ja oft ausnahmslos, die Regel war, nur verwandschaftlich Kinder zu haben? Der Adel, die Königshäuser? Natürlich, einige der Kinder waren genau deshalb geisig geschädigt, oder auch körperlich. Aber waren das zu 100% alle? Liegt es vielleicht nicht daran, dass es eine lange Reihe von familiären Vorfahren sind, und sich Schädigungen durch bzw. über mehrere familiäre Generationen entwickeln? Sicherlich, es kann auch beim ersten Kind passieren. Aber kann es nicht auch sein, dass ein "normales" (was ist eigentlich "normal"?) Kind aus einer geschwisterlichen Liebe hervor geht? Wie gesagt, ich finde es liegt lediglich die Wahrscheinlichkeit viel höher... Bei mir... Hätte ich mit einer nicht verwandten Frau ein Kind, ich weiß heute schon, dass es behindert sein wird. Aber was mich am Meisten nachdenklich macht und mich sehr mißmutig stimmt ist die Art und Weise, WIE wir miteinander umgehen, wie wir übereinander reden, wie wir übereinander und voneinander denken. Ich habe mich beim Lesen der Beiträge mehrmals gefragt, ob ich persönlich denn nun ein vollwertiger, liebens-werter, ein wertvoller Mensch bin, oder ob ich lediglich auch nur einer von denen bin, der Euch auf der Tasche liegt... (Anmerkung: Meine Eltern sind nicht krank, meine Erkrankung ist eine "willkürliche, natürliche" Genmutation, und nein, ich bekomme keinen Pfennig an öffentlichen Geldern deswegen - aber JA, ich bin behindert und würde im Falle eines Falles bewußt behinderte Kinder in die Welt setzen). Ja, mich betrübt es sehr, wie wir diese Werte-Diskussion führen, und dass wir sie überhaupt führen. Denn, selbst wenn ich ein geistig behindertes Kind zu Welt bringe, ist das nicht genauso wertvoll wie Ihr alle? Kann es nicht genauso seinen ganz individuellen Beitrag zu Gesellschaft bringen? Vielleicht fragt sich der ein oder andere jetzt, welchen Beitrag ein geistig behinderter Mensch bringen kann.... Nicht wahr...?! Eine Bitte, denkt mal darüber nach... Vielleicht bringt ja ein geistig behindertes Kind, das nichts produktives zu unseren ach so tollen Bruttosozialprodukt beitragen kann, den ein oder anderen Menschen dazu, sich einfach daran zu freuen, dass es leben gibt, dass es genau dieses Kind gibt, dass vielleicht genau dieses Kind (und später der Erwachsene) 100 mal mehr Liebe GEBEN kann...... Das sind lediglich Gedanken von mir zu dieser Welt, zu uns und zu unserer Werte-Diskussion... (und falls jemand die Frage in den Sinn kommt, ob ich Pfarrer oder Heim-Leiter oder etwas dergleichen bin, nein, ich bin lediglich ein behinderter Dipl.-Ing., der die Straßen für Euch plant und baut, auf denen Ihr täglich fahren könnt...)
Haaallllooo, also wenn die beiden deshalb dafür bestraft werden, daß sie das Risiko in Kauf nehmen behinderte Kinder in die Welt zu setzen (zumindest ein gesundes haben sie ja), dann sollte man auch anderen Menschen, die ein genetisches Risiko in sich bergen, ins Gefängnis stecken, wenn sie Sex miteinander haben. Dabei sollte man insbesondere älteren Frauen, bei denen das Risiko für ein behindertes Kind auch sehr groß ist, auch Gefängnis androhen. Oder wäre es nicht am besten, wenn wir alle einen Gencheck machen und nur die besten von uns Kinder bekommen dürfen ?
@FreeFilastin
Wie soll ich es sagen? Tolle Antwort. Nur fehlt mir noch die passende Frage dazu... Ich wollte eine strafrechtlich relevante Begründung. Meine ethisch-moralische Meinung hatte ich dargelegt. Also, noch einmal:
Können denn -nach unseren Maßstäben nicht normgerecht entwickelte Kinder- ihre Eltern wegen Inzest verklagen?
Du sagst, die Kinder wären die Opfer. Aber was wären sie ohne den Inzest?
Nur darauf bezog sich meine Frage. In allen anderen Punkten gehen wir konform.
@philomena
Ich würde nicht mit meiner Schwester ins Bett steigen. Dies würden auch die allermeisten hier im Thread nicht, wenn überhaupt einer.
Sie sind auch nicht durch die Bank FÜR Inzest, sondern dagegen, dass das Inzestverbot als starres Prokrustesbett auf Biegen und Brechen auf das mit der Klage gescheiterete Liebespaar angewandt wird.
Das Paar hat gesunde Kinder, dadurch, dass sie den Eltern weggenommen wurden, in die Opferrolle gezwungen worden sind.
Es ist dieses Paar auch kein gewöhnliches Geschwisterpaar, sondern haben diese für sie zweifellos unerfreuliche Nachricht erst nach der Paarwerdung erfahren.
Mit Argumentation Ihrerseits ("eklig") drücken Sie als definitiv Außenstehende ein persönliches Gefühl des Abscheus aus, was jedoch auf keinen Fall Grundlage eines allgemeinen Sitten- oder Strafgesetzes sein kann, sondern allenfalls als Grunhdlage eines tyrannischen "gessunden Volksempfindens" taugt.
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