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Oberstes US-Gericht macht Weg für neue Hinrichtungen frei

Oberstes US-Gericht macht Weg für neue Hinrichtungen frei Das Oberste Gericht der USA hat die in vielen US-Bundesstaaten übliche Hinrichtung per Giftspritze für rechtens erklärt und damit die weitere Vollstreckung der Todesstrafe ermöglicht. zum Artikel 16.04.2008, 18:53Verstoß melden

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Falstaff Persönliche Nachricht schicken | 1 Beitrag

"Viele die leben verdienen den Tod. Und manche,die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit dem Todesurteil!" JRR Tolkien.
Damit ist eigentlich alles gesagt

MGMicha Persönliche Nachricht schicken | 26 Beiträge

***Ich beziehe mich auf Seite 32***

Ja - und es ist nicht selten vorgekommen, dass sich Verurteilte in den 20 Jahren vollkommen ändern und sogar ihre Tat bereuen... hatten halt lange Zeit, darüber nachzudenken.
Eine lange Haftstrafe eben.
Allerdings gab es in der Vergangenheit auch Studien darüber, dass die Angst vor der Todesstrafe keine Abschreckung darstellt. Leider kann ichs nicht belegen, denn soweit hat unser Unterricht damals nicht gereicht.

Aber reden wir doch mal über was ganz anderes:
Was ist denn eure Meinung ("Leiden sollen die Hunde, leiden und betteln"), wenn der/die Verurteilte es garnicht war?

Justitzirrtümer kommen immer wieder mal vor (gerade bei Indizienprozessen - und einen Lügendetektortest würde ich darunter zählen, denn Technik kann irren). Sie sind nie großartig in der Presse und im Grunde interessiert es auch keinen. - Ist ja nicht spannend und medienwirksam.

Jetzt gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass Justitzirrtümer in den USA häufiger vorkommen, da wir hier von Geschworenen reden. - Gewissermaßen vom einfachen Volk ohne juristische Ausbildung. Solche Menschen sind beeinflussbar.

Gehen wir also mal davon aus, dass sich ein solcher Irrtum ereignet. Es müssen nicht 51 von 100 Fällen sein; ein Fall von hundert oder auch tausend reicht aus.

Da haben wir jetzt einen armen Kerl, der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Ein allein erziehender Vater vielleicht - oder eine junge Mutter im dritten Monat.
Die Tat wird zurecht bestritten, aber die Indizienschlinge zieht sich zu. Kein Alibi, ein kürzlich vorangegangener Streit, vielleicht sogar das Betreten (und gesehen werden) der Wohnung des Opfers, weil die Tür aufgebrochen ist und man sich eigentlich nur entschuldigen wollte, sich aber wegen der Tür jetzt Sorgen macht - vielleicht verlor der/die Verdächtige den Kopf und ist geflohen, anstatt die Polizei zu rufen, weil man sich der Situation bewusst war.
Das alles ergibt natürlich Stress ohne Ende, man weiß ja, was einem droht. Und was misst der Lügendetektor? Genau, den Stressfaktor.

Okay, der alleinerziehende Vater oder die werdende Mutter werden nun also veurteilt, weil sich die Geschworenen durch das eine oder andere Ereignis während der Verhandlung sicher waren, dass hier eine Schuld vorliegt.

Wegen der Heimtücke des Mordes wird dieser als solcher mit der Todesstrafe geahndet.

Nun sitzt also unser zu Unrecht verurteiltes Opfer seit 18 Jahren im Gefängnis. - Das/Die Kinder hat er/sie nie wirklich aufwachsen sehen können. Vielleicht sind sie sogar im Heim gelandet und haben ihre/n Vater/Mutter niemals gesehen.
In wenigen Tagen steht die Hinrichtung durch die humane Giftspritze an, denn das Gnadenersuch ist abgelehnt worden. Eine halbe bis dreiviertel Stunde unerträgliche Schmerzen, die den Körper durchströhmen - und dann endlich das unsägliche Leben beenden.

Was meint ihr mit eurem Natursadismus dazu? Kopf absägen, Veloci? Der Täter ist schuldig und hat das Weiterleben nicht verdient, Rueganer?

Nein, denn ganz so einfach ist es nicht. Und sollte es nicht die Auszeichnung einer zivilisierten Gesellschaft sein, die Todesstrafe nicht anzuwenden, weil sie keineswegs besser ist - und Unschuldige wahrlich ermordet werden. Dürfen jetzt die Angehörigen die Staatsdiener im Gegenzug bestrafen und töten?

Es sind die langen Wartezeiten auf das Ende, die die Todesstrafe noch unmenschlicher machen und Unmengen kosten. Aber auch der Sinn der Todesstrafe ist mehr als fraglich.
Eine Tat im Affekt macht noch keinen Wiederholungstäter. - Aber 6 Milliarden Menschen bieten genug Potential für viele neue Täter.
Wollen wir die alle ausrotten, damit wir genug Platz haben?



Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag zu lesen.

utopist Persönliche Nachricht schicken | 1 Beitrag

Noch einmal DU SOLLST NICHT TÖTEN egal ob du Staatsdiener oder Gegner bist. Wenn für den Staat das töten legal ist, so nimmt man dem töten die Verwerflichkeit. Sorry an alle Opfer der Mörder, aber Mord kann nicht die Antwort.

batumiBenutzer gesperrt

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Saprophyte Persönliche Nachricht schicken | 10 Beiträge

@Quahadi

Welch "Glück" ist es doch das die Gesetze es verbieten. Sonst hätten wir wieder Lynchjustiz..

Aber so wie Du schreibst, scheint es so als sollten alle Straftäter in Watte gepackt werden.

Ich finde nur sie sollten ebenso Leiden, wie ihre Opfer gelitten haben.

Das deren Tod das Opfer nicht wieder Lebendig macht ist schon richtig, aber ich bin mir sicher es bringt eine menge an genugtuung für die Angehörigen.

Absolution hat (meiner Meinung nach) nur einen Stellenwert für Religiöse Menschen und das bin ich nicht.

*Ernst off*

Zumal man auch für die Folterungen Sadisten nehmen könnte, die haben dann auch Spass dran und man tut denen was gutes

*Ernst on*

Kannst Du denn wirklich von Dir behaupten solchen Tätern nicht die Qualen zu wünschen, die sie verursacht haben?

Ich rede ja auch nicht von Leuten, die etwas geklaut haben, sondern von Menschen, die einer "unschuldigen" Person die Würde und das Leben genommen haben.

Frag doch mal ob die damit Leben können ein Henker zu sein, mehr noch Richter und Henker in einem.

Gruß Sapro

batumiBenutzer gesperrt

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Veloci Persönliche Nachricht schicken | 4444 Beiträge

MGMicha, habe aufmerksam gelesen und teile die Bedenken bei fragwürdigen Indizienprozessen.

Ich rede allerdings auch von denen:

-Drogenhändler, frisch ertappt
-Mörder, die es zugegeben haben
-per DNA überführte Vergewaltiger

und nicht von Menschen, die zur "falschen Zeit am falschen Ort" waren. Und Justizirrtümer, die zur Hinrichtung führeten (USA), liegen jahre, teilweise Jahrzehnte zurück (man bedenke die Entwicklung der Technik im Bereich Spurensicherung, Forensik und DNA-Analyse). Das früher Irrtümer begangen wurden, ist richtig und es ist schlecht.

Das mit dem Absägen ist übrigens eine historische tatsache und kann nachgelesen werden. ich habe nicht behauptet, daß ich das auch so machen würde. Aber Verbrecher erst leiden zu sehen, schafft evntl.den Hinterbliebenen etwas Genugtuung, auch wenn diese sicher nicht lange währt, aber der Rachegedanke ist halt so alt wie die Menschheit...

Und Affekthandlungen..*lol*..ich würde keinen vater verurteilen, der den VErgewaltiger und Mörder seiner Tochter, der grinsend im Stuhl sitzt, erschießt. Ich würde aufstehen und applaudieren...



@utopist

Nochmal: Mord wäre nicht die Antwort, denn Mord ist Töten aus niederen Beweggründen.

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