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Willenspfeil 971 Beiträge

Große Gedichte

Die vollkommenste aller Dichtungen ist die reimende Versdichtung- sie vereint im Idealfall den Inhalt und die Form zu einem vollkommenen Ganzen. Die Kunst dabei besteht darin, mit möglichst wenig Worten möglichst viel an Aussagekraft zu erreichen. Gerade die verbale Sparsamkeit und die gekonnte Komposition bewirken eine Sinnfülle, die sich scheinbar nicht mit Tausend Worten ausgedrücken ließe- weil die von Bestimmung und Auslassung geprägte Gestalt immer neue Facetten offenbart und auf diese Weise zeitlose Gültigkeit genießt.

Ich würde gerne von euch wissen, welche Gedichte aus eurer Sicht ernsthaft das Epitheton "groß" verdient haben. Es wäre schön, wenn wir uns gegenseitig durch solche Gedichte bereichern würden und als kleiner Nebeneffekt eine lesenswerte Sammlung an schönen, großen, wahren Gedichten schaffen würden. :-) Nun habe ich wohl doch etwas zu weit in die Höhe gegriffen- da erstarrt man ja gerade in kontemplativer Haltung. Nein, bitte, schreibt! Schreibt, was euch jemals beeindruckt hat und was ihr gerne mit mir und anderen teilen würdet. Auch Ausschnitte aus größeren Werken sind herzlich erwünscht!

09.09.2008, 11:16Verstoß melden

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Willenspfeil Persönliche Nachricht schicken | 971 Beiträge

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“
Hier stock’ ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh’ ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

(Ausschnitt aus Goethes "Faust")

Indubioproreo81 Persönliche Nachricht schicken | 1207 Beiträge

Betonorgasmus

Lustloser Wiederholungszwang

in Stein erstarrter Potenz

gebierts Retortenstädte

Wohnzellen

Einheitsmenschen


läßt ihre Lebendigkeit

zu Triebhaftigkeit verkommen

machst sie zu Tätern


zehrst aus

zerstörst

verleugnest deine Kinder


machst hart

säst Haß

auch du bist Gewalt


---------------------------

Aus dem Lyrikband Bet................ von F.K.

Rheinland- Pfalz 1993 @ Verdichter

Indubioproreo81 Persönliche Nachricht schicken | 1207 Beiträge

P.S.

Die Verse waren und sind dem @Verdichter

suspekt............. aber ab und an greift er

auch mal zu dieser "gußeisernen Ausdrucksform"

---------------------

Willenspfeil Persönliche Nachricht schicken | 971 Beiträge

@Indubioproreo

Nichts gegen Kunst, als die sich als schimpfen kann. Aber findest du wirklich, dass dieser Haufen von destruktiven Wörtern den Namen "Gedicht" und dazu noch das Epitheton "groß" verdient hat? Dann erklär mir doch bitte die Gründe für diese Annahme.

Indubioproreo81 Persönliche Nachricht schicken | 1207 Beiträge

Um " große Gedichte" mache ich einen meilen-

weiten Bogen. Dies als Vorinformation!

Der Autor dieses Textes, Väterchen Franz, ist ein

politischer Schriftsteller. Der auch schon mal die

Lyrik/ Dichtung m i ß b r a u c h t, um seine

politischen Überzeugungen " an den Mann/FRau zu

bringen.... Hast Recht @ Willenspfeil, bei den edlen

Geistern hat er wohl nichts verloren. Er lebt eher

im hier und heute..............

Willenspfeil Persönliche Nachricht schicken | 971 Beiträge

@indubioproreo

Na wenn du doch selbst einsiehst, dass er hier nichts verloren hat: Was macht er hier?! Sollte das eine Provokation sein? Ich habe doch mein Thema klar formuliert. Meine Bestrebung war, hier eine schöne Welt (von mir aus als Gegensatz zu da draußen oder "hier und heute"- darin befinde ich mich schließlich ständig, das muss ich nicht auch noch extra zum Thema machen) zu schaffen und sich nach Schönheit und Größe auszurichten. Warum trampelst du gleich zu Anfang hier durch und setzt hässliche Klekse auf reines Papier? Ich empfinde es als eine Respektlosigkeit deinerseits. Kein Wunder, dass "hier und heute" so ist, wie du es beschrieben hast und scheinbar gerne sehen möchtest. Die Gedanken regieren die Welt. Also warum nicht schöne Gedanken regieren lassen?

Indubioproreo81 Persönliche Nachricht schicken | 1207 Beiträge

sorry @ willenspfeil, scheine mich ja mächtig verirrt

zu haben. Dann wünsche ich Dir noch viel Glück,

dazu eine Menge "Partner" für Deine " edlen

Gedanken"..


Aber vergiß bitte eins nicht, diese Einstellung kann

leicht zu Realitätsverlust oder Abgehobenheit führen...




leicht

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