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Willenspfeil 971 Beiträge

Große Gedichte

Die vollkommenste aller Dichtungen ist die reimende Versdichtung- sie vereint im Idealfall den Inhalt und die Form zu einem vollkommenen Ganzen. Die Kunst dabei besteht darin, mit möglichst wenig Worten möglichst viel an Aussagekraft zu erreichen. Gerade die verbale Sparsamkeit und die gekonnte Komposition bewirken eine Sinnfülle, die sich scheinbar nicht mit Tausend Worten ausgedrücken ließe- weil die von Bestimmung und Auslassung geprägte Gestalt immer neue Facetten offenbart und auf diese Weise zeitlose Gültigkeit genießt.

Ich würde gerne von euch wissen, welche Gedichte aus eurer Sicht ernsthaft das Epitheton "groß" verdient haben. Es wäre schön, wenn wir uns gegenseitig durch solche Gedichte bereichern würden und als kleiner Nebeneffekt eine lesenswerte Sammlung an schönen, großen, wahren Gedichten schaffen würden. :-) Nun habe ich wohl doch etwas zu weit in die Höhe gegriffen- da erstarrt man ja gerade in kontemplativer Haltung. Nein, bitte, schreibt! Schreibt, was euch jemals beeindruckt hat und was ihr gerne mit mir und anderen teilen würdet. Auch Ausschnitte aus größeren Werken sind herzlich erwünscht!

09.09.2008, 11:16Verstoß melden

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karlmay Persönliche Nachricht schicken | 189 Beiträge

Entschuldigung, ich vergaß, "Kennst du die Nacht?" ist auch von einem gewissen Karl May;-).

macwallaby Persönliche Nachricht schicken | 5297 Beiträge

Michael D. Higgins



Exiles

No it is not the end of history.

Nor is it a possibility exhausted,

Not yet the end of ideas.

It is the time of a single idea,

Crippling, vicious and deadly,

Closing off from what we imagined

Of a world

We habe not yet managed to create,

Rejecting the possibility,

All hope,

Of a better version of ourselves.



And in the new intolerance

We may not speak of prophecy.

We may not make a criticism

Of the choices made

In our name.

The mind of war is being remade,

New demons invented,

And language gives way

To suggestions of evil.

A picture is being drawn

Of those less than human who differ.



We are in exile.

Everywhere the spirit cries out

For a different version of our world.

An old vision of freedom

From hunger, fear, abuse,

Has faded in the terrible times.

We are invited to forget that promise

That ours was a world to create.



Out of the depths we cry

As our hearts are turning to stone.

We shrink in fear.

Few break the silence.

We accept a terrible inevitable

Prescribed, unnecessary, false, distorted.

We must make our own answer.

Our liberation from the nightmare will come.

Our exile will end,

Not from the making of miracles

But from the strength of will and heart combined,

Affirming,

That we make our own history with heart and head.

We make our common fate.

Together we move on and recall

An old promise,

Not rejected but unfulfilled.

pallacH Persönliche Nachricht schicken | 1968 Beiträge

hallo karlmay,

ja, das gedicht spielt eine rolle in der ersten hälfte von winnetou II.

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