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Tuermchen 451 Beiträge

Hunde

Ich habe einen Dackel, sehr lieb aber auch sehr eigensinnig. Hat jemand Erfahrung mit der Erziehung?

11.09.2008, 14:55Verstoß melden

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Tuermchen 451 Beiträge

Übrigens weiß ich, dass das Thema hier vielleicht nicht herpasst, aber woanders habe ich nicht die Möglichkeit für ein neues Thema gefunden. Bin dankbar für einen Hinweis, wo über Tiere diskutiert wird.

wola123 Persönliche Nachricht schicken | 1550 Beiträge

Bin mit einer wunderschönen Langhaardackeldame aufgewachsen. Ich erinnere mich gerne an sie. Erziehung war durch die Sturheit schwierig. Nimmt übrigens mit dem Alter noch zu. Du mußt sturer als der Hund sein und immer konsequent, auch wenn Dich die Äugelein traurig anschauen.

Tuermchen 451 Beiträge

Danke Wola123 für Deinen Rat. Leider hast Du recht, das beste, was ein Dackel kann, ist Dich anschauen und diesen Augen zu widerstehen, ist sehr schwer. Und auch das mit dem Alter stimmt. Er wird auch immer träger und hat keine Lust mehr, lange Spaziergänge zu machen. Ich werde mal versuchen, die treuen Augen konsequent zu ignorieren und meinen Willen durchzusetzen.

wiwama Persönliche Nachricht schicken | 52 Beiträge

Hallo Tuermchen,

ich hatte bis 2004 ein Rauhaardackelmädchen. Selbes Problem wie bei der Vorposterin auch - was soll man machen, wenn einen der Hund mit großen Dackelaugen anschaut...?
Mir fiel es am Anfang schwer, konsequent zu sein, aber nachdem ich mir einiges an Literatur zum (Rudel-)Verhalten von Hunden besorgt hatte, hab ich eingesehen, dass ich mit ständigem Nachgeben dem Hund mehr schade als nutze.
So hart es klingt (und so schwer es mir, wie gesagt, fiel!), für den Hund ist der Mensch sein Rudelführer. Und dieser Rudelführer hat klar anzusagen, was man darf und was nicht. Und hat bei Verstößen ggf. auch durchzugreifen, denn der Rangniedrigere (in diesem Fall der Hund) hat den Vorgaben Folge zu leisten.
Das klingt jetzt viel brutaler, als es eigentlich gemeint ist. Ich hatte nie das Problem, sie bestrafen zu müssen. Nur einfach konsequent zu bleiben. Und wenn es zu minutenlangen stummen Auseinandersetzungen an Wegkreuzungen kam, dann habe ich eben so lange da gestanden, bis sie nachgegeben hat.
Also, wie gesagt, um mich nicht falsch zu verstehen, ich rede nicht von einer brutalen Erziehung oder so. Dazu hab ich die Viecher viel zu lieb... *g*
Aber konsequentes Agieren - mit viel Liebe natürlich! - nutzt nicht nur einem selbst, sondern auch dem Hund. Weil er als Rudeltier daran gewöhnt ist.

Tuermchen 451 Beiträge

Danke wiwama, ich werde es künftig beherzigen. Zum Glück ist mein Dackel nicht sehr dominant, so dass sich sein stures Benehmen in Grenzen hält. Aber wenn ich mit ihm spazieren gehe und nicht aufpasse, dann führt er und bestimmt, wo er hin will. Das werde ich in Zukunft unterbinden. Aber weil er eben sonst lieb ist, fällt es schon schwer, streng zu sein.

wola123 Persönliche Nachricht schicken | 1550 Beiträge

An das vom Hund geführt werden erinnere ich mich...*g*.
Und je älter unsere Dame wurde umso intensiver war der Beschützertrieb. Wir hatten einen schönen Garten am Haus mit einer Buchenhecke in einer langen L-Form (Eckgrundstück) und wenn auf der anderen Seite auf dem Bürgersteig jemand langging, wurde dieser konsequent verfolgt und verbellt. Das war ihr auch nicht auszutreiben. Es haben sich viele Passanten furchtbar erschrocken.

Tuermchen 451 Beiträge

Wir lassen unseren Dackel nicht alleine draußen rumlaufen, es langt schon, wenn er mit uns im Hof ist, und jemand ins Haus will. Da stürmt er hin, vergißt sein Alter und stellt den Eindringling. Zwar bellt er nur, aber die Leute haben Respekt. Diesen Schutztrieb, zum Glück beißt er nicht, können wir ihm nicht abgewöhnen. Aber wenn wir uns dann mit der eingetretenen Person unterhalten, wird er friedlich und lässt sich auch von mutigen Leuten streicheln. Wie gesagt, lieb, aber eigensinnig.

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