Knapp 10.000 Selbstmorde pro Jahr in Deutschland
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Selbstmord ist eine schlimme Sache und man kann nur hoffen, das die Rate der Selbstmörder weiter sinkt. Ich denke es ist ein großes Problem, das man nicht immer erkennt wer sich denn umbringen könnte, was es erschwert, Menschen von dieser Tat abzuhalten.
2004 gab es in Deutschland sogar über 11.000 Selbstmorde (kann man bei Wikipedia nachlesen).
Es ist gut, wenn Artikel wie dieser das thematisieren. Die hohe Zahl der Selbstmorde zeigt, dass in Deutschland doch nicht alles so gut verläuft, wie man es uns glaubhaft machen will.
Hinter jedem Selbstmörder verbirgt sich auch ein persönliches Schicksal.
1. Es heisst FREITOD.
"Selbstmord" ist, abgesehen von der wortimmanenten Unlogik, ein Wort religiöser Fanatiker. Die Hexenverbrenner haben Toten, die ihre Qualen beenden konnten, die Beerdigung verweigert, sie auf den Scheiterhaufen geworfen und den Hinterbliebenen das Vermögen abgenommen, genauso wie den Frauen, die als "Hexe" bezeichnet wurden - glaubt Ihr an Hexereianklagen auch, Anonymikus und septimanaVI ???
2. Ich hoffe, dass die Zahl der Freitode steigt!
Wie in dem Artikel korrekt mitgeteilt wurde, ist eine grosse Anzahl der Menschen, die den selbstbestimmten Tod suchen, über 70, und damit wahrscheinlich krank.
Die Anzahl der Menschen, bei denen eine chronische Krankheit zur anderen kommt, und letztlich eine Diagnose, die klar macht dass ab jetzt Qual und Hilflosigkeit alles andere verschluckt, wird bekanntlich wegen der entsprechenden Geburtenjahrgänge immer grösser.
Ich leiste mir hier den frommen Wunsch, allen Menschen ein gesundes und schönes Alter zu wünschen, aber ich bin realistisch genug um zu wissen dass das niemals eintreffen wird.
Und da sich bekanntlich die CDU/CSU in den 1970iger Jahren bei der sog. "Grossen Strafrechtsreform" immerhin überreden liess, den Freitod aus dem (west-)deutschen Strafrecht ersatzlos zu streichen, gibt es keinen Grund für die Panikstimmung des Artikels.
Es wird in den Artikeln zum Suizid in Deutschland zwar meist am Rande erwähnt, dass es dreimal mehr Selbstmorde von Männern als von Frauen gibt, zum Thema wird das aber nie gemacht !
Das passt eben nicht in ein frauendominiertes Gesellschaftsbild, in dem es ja nur den armen Frauen schlecht geht, und jeder Mann sich auf Kosten der unterdrückten Frauen pausenlos selbst verwirklichen kann.
Warum dann dreimal mehr Männer als Frauen diesen verzweifelten Schritt tun wäre schon mal interessant zu erforschen.
@Ruedi,
ich glaube das liegt daran, dass auf den Männern ein immenser Druck liebt, sich in der Gesellschaft zu behaupten. Arbeit, Frauen, Umfeld, überall will der Mann als "der Eine" auftreten...was natürlich unmöglich ist...
und @prochoice
Finde deinen 2. Punkt nicht richtig, nur weil Menschen krank sind, sollen sie nicht den Freitod wählen, nur weil im Artikel erwähnt wird, dass Menschen über 70 krank sind...im Artikel steht auch, dass Verwandte, Freunde etc. dadurch psychisch belastet werden und sich Schuldgefühle zusprechen (spreche da aus eigener Erfahrung), und ich glaube nicht dass du älteren Freunden zum Selbstmord raten möchtest...
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