Teures Wohnen belastet BAföG-Empfänger
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Mir hat mal eine Studentin in M erzählt, dass sie in einem Schwesternwohnheim wohnt und das für münchner Verhältnisse recht günstig ist. Die Plätze dort sind natürlich auch begrenzt bzw. wenn mal wieder Pflegepersonal aufgestockt werden sollte, ist das ein Kündigungsgrund (Stichwort Eigenbedarf), aber daran ist wohl in absehbarer Zeit nicht zu denken...
@septimanaVI: "Man müsste den Studenten zusäliche Darlehen einräumen, um ihre Lebensumstände zu verbessern."
Der KfW-Studienkredit? Natürlich ist es scheisse, mit einem Haufen Schulden ins Berufsleben zu starten bzw. dafür noch Zinsen zahlen zu müssen. Immerhin kann man bei Bafög bei geringem Einkommen während der Rückzahlungsphase eine Stundung erreichen, wie´s beim KfW-Kreit ist, weiß ich nicht.
Merkwürdig dass niemand darauf reagiert, dass dem BaFöG Satz die Einschätzung des aktuellen Mindestbetrags zur Selbsterhaltung zu Grunde liegt, und dass der Fehler genau hier liegt: vor 9 Jahren ist man mit 700 - 930 DM BaFöG BESTENS ausgekommen; heute reichen 700€ nicht mehr zum Leben. Den zu niedrigen BaFöG Sätzen liegt eine vollkommen verkehrte Einschätzung der gegenwärtigen Selbsterhaltungskosten zu Grunde.
Keine Ahnung was manche Leute mal abgesehen von der Wohnung immer für immense Ausgaben habe, aber es gibt Leute, wie mich, die müssen sogar komplett ohne BaFöG auskommen. Ich habe mit Kindergeld und Unterhalt meines Vaters auch nur 460 € im Monat, von denen 230€ für die Wohnung + 35€ für Strom/I-net noch draufgehen. Also habe ich 200 € für Nahrungsmittel und Freizeit und hungern muss ich trotzdem nicht.
@agdb
Also ich komme hier im Osten sehr gut mit den 578 Euro BaföG klar. Da bleibt sogar noch genug (50-100 Euro im Monat) übrig, welches ich für meine 1-2 zusätzlichen Semester spare, die ich aufgrund eines Vertiefungsrichtungswechsels hinlegen muss.
Meine Kalkulation im Studium (München) vor 2 Jahren:
EUR 584,- (BAföG Höchstsatz inkl. Mietförderung)
- EUR 260,- EUR (7,5 qm WG-Zimmer)
- EUR 98,- (Studiengebühr und Studentenwerksbeitrag)
- EUR 75,- (Monatsticket U-Bahn für M-Garching)
- EUR 30,- (Nebenkosten)
- EUR 50,- (Mittagessen in der Mensa à 2,50)
- EUR 36,- (Krankenversicherung, braucht man ab 25)
_________
Bleiben 71 EUR für
+ Frühstück, Abendessen, Wochenendessen
+ Kleidung
+ Studienmaterialien
+ ggf. moderne Fachbücher
+ Heimfahrten
+ Möbel, Wohnungseinrichtung
+ Urlaub
+ Versicherungen
+ soziales Leben (ein Student muss auch mal feiern)
+ Vereine, Unisport...
Ich behaupte mal jeder Hartz 4 Empfänger bekommt mehr, das fängt schon bei der Wohungsausstattung an. Ich hab mir vom Sperrmüll ein paar Bretter geholt und mir Schränke und Schreibtisch draus gebastelt.
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