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asmodaeus 68 Beiträge

Wer ist die Wurzel, die uns trägt?

Israelfreunde sagen, das biblische Judentum sei die Wurzel, die das Christentum trägt. Andere dagegen behaupten, die Wurzel sei Jesus Christus.

Auslöser dieser Streitfrage ist die Warnung des Paulus an die Christen zu Rom: „Überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber über sie, so bedenke: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich!“ (Römer 11,18). Hier geht es um die Zweige. Weil Paulus aber mit den Zweigen das Judentum meint, über das man sich nicht erheben soll, und sie der uns tragenden Wurzel gleichsetzt, kann Paulus mit der Wurzel nicht Christus gemeint haben, denn Roms Christen hatten sich nicht über Christus erhoben, sondern über das Judentum als ihre Glaubensherkunft.

Die Lehre, dass Christus die Wurzel ist, kam erst auf, als die hellenistische Kirche begann, den Juden die Stellung als Glaubenswurzel streitig zu machen, um selber an Israels Stelle treten zu können. So verfolgte man damals nicht nur die Juden, sondern auch die Judenchristen, weil sie – wie Ignatius im 2. Jh. schmähte – „noch nach Judenart glauben“, denn für ihn war jede theologische Wurzel zum Judentum Sünde. Wer daraufhin die jüdischen Glaubenswurzeln verließ, wandte sich heidnischem Brauchtum zu.

Natürlich kann man Jesus Christus als Wurzel bezeichnen, kann er doch für sich viele Metaphern beanspruchen, z.B. Brot; Eckstein; Fels; Hirte; Sämann; Töpfer; Weinstock; Weizenkorn; Wort usw. Das heißt aber nicht, dass immer, wenn eine dieser Metaphern auftaucht, sie sich allein auf Christus bezieht. Daher gehört alles in den biblischen Kontext; auch der Begriff Wurzel (hebr. Schoresch), den Paulus in diesem Zusammenhang nicht auf Christus hin auslegt, sondern dem Kontext gemäß auf das alttestamtlich-biblische Judentum, das von Roms Christen als die Wurzel bzw. Herkunft ihres Glaubens in Frage gestellt wurde.

Paulus warnt die Christen, sich nicht über die ausgebrochenen jüdischen Zweige zu erheben, die Gott zu seiner Zeit wieder einpfropfen wird (Römer 11,23-24), denn nicht die christlichen Zweige, die wider die Natur in den Ölbaum eingepfropft worden sind, tragen die Wurzel, sondern sie werden von der Wurzel getragen.

13.09.2009, 13:06Verstoß melden

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Skywalker007 Persönliche Nachricht schicken | 921 Beiträge

kermit, drück dich doch bitte verständlich aus... oder kommt das vom bibellesen?

Was meinst du mit " ..es nicht so in der Bibel definiert"..

Natürlich wären die Bibelwissenschaftler Helden, wenn sie z.B. die Jungfrauengeburt bestätigt hätten oder nicht?

Die Jungfrauengeburt wird nicht revidiert werden, die ist schlicht unmöglich und somit falsch.

lieberSchwan Persönliche Nachricht schicken | 751 Beiträge

@skywalker007

Ich halte Bibelwissenschaftler weder für Lügner noch für Blödmänner, noch für Atheisten.

Jemand, der ein Buch übersetzt, muss aber dessen Inhalt noch lange nicht glauben.

Ein Beispiel: Gestern Abend war eine Sendung im Fernsehen zum Thema Päpstin Johanna. Zwei namhafte Historiker, also Wissenschaftler, legten jeweils ihre Beweise vor, der eine, warum er nicht daran glaubt, dass sie existierte, der andere legte seine Beweise vor, warum er daran glaubt.

Welchem von beiden muss ich nun glauben?

Wenn der Bibelwissenschaftler, den du angeführt hast, nicht an die Jungfrauengeburt glaubt, so ist es doch ganz normal, dass er "Beweise" dafür sucht, seinen Standpunkt zu verteidigen.

Schätzungsweise wird er sämtliche in der Bibel aufgeschriebenen Wunder als Unfug abtun. Kann er ja auch, niemand hindert ihn daran.

Seida2009 Persönliche Nachricht schicken | 3694 Beiträge

Welche Form von Menschenverachtung?

Jesus ist mehr als einmal sehr deutlich geworden zu Denjenigen, die falsche Lehren vebreitet haben, besonders mit den Schriftgeleerten hat er sich angelegt, weil die auch auf ihre Schriften und den "Wahrheitsgehalt" ohne Rücksuicht gepocht haben..
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du bist JESUS, skywalker? ach so, na dann ....

Skywalker007 Persönliche Nachricht schicken | 921 Beiträge

Da sind ja mehrere Wissenschafteler versammelt, nicht nur ein einziger... auch sind da welche dabei, die sich mit Sprache, Religion usw. beschäftigen.

Diese Ansichten über die Junge Frau und andere Aussagen der Bibel, das z.B. die Priesterschriften nicht von Mose stammen, kommen nicht von einer Person.

Im übrigen läuft die Jungfrauengeburt total gegen die Natur, die gibt es als Legene schon Jahrtausende und wurde nun eben einer realen Person übergestülpt.

Von daher kann man 100% sicher sein, das es eine Lüge, Fälschung, Irreführung, Veräppelung usw. der Menschen ist.


Skywalker007 Persönliche Nachricht schicken | 921 Beiträge

seida, du sollst doch nicht lügen. ich habe nie gesagt, das ich jesus bin.

Es wäre seehr hilfreich, wenn du vorher einmal 5 Minuten deine Gedanken sammeln und überlegen würdest, was du schreiben möchtest und das dann in zwei, drei Sätzen verständlich zu Papier bringen würdest.

Vielen Dank im Voraus.

Seida2009 Persönliche Nachricht schicken | 3694 Beiträge

skywalker - wirklich helfen (w i r k s a m helfen) würde, wenn du deinen mir gegeben rat zunächst selber einmal beherzigen würdest.

lieberSchwan Persönliche Nachricht schicken | 751 Beiträge

@skywalker007

Jeder Mensch verfügt über 46 Chromosomen (23 Chromosomenpaare). Diese enthalten Unmengen von Genen, die Erbinformationen von den Eltern auf die Kinder weitergeben.

Eine Eizelle sowie auch eine männliche Samenzelle hat aber nur jeweils den halben Chromosomensatz.

Welche Gene nun von den Eltern weitergegeben werden, entscheidet darüber, welche Haarfarbe, Augenfarbe, Blutgruppe usw. ein Kind bekommt. Aber, es werden auch Charaktereigenschaften weitervererbt.

Wenn nun eine Samenzelle und eine Eizelle verschmelzen, entsteht ein völlig neuer Mensch. Er kann der Mutter ähnlich sein, dem Vater oder sogar Großeltern oder Urgroßeltern können ihre Spuren hinterlassen.

Das war aber bei Jesus anders. Er ist nicht durch die Verschmelzung von Josefs Samen- und Marias Eizelle erst entstanden, denn er lebte, bevor er Mensch wurde, Milliarden Jahre lang bei seinem Vater im Himmel. Er war eine fertige Person.

Um das Lebensmuster seines Sohnes vom Himmel in den Leib Marias zu übertragen, brauchte er keine Samenzelle von Josef. Er musste lediglich alles, was Jesus als Person ausmachte, in die 46 Chromosomen übertragen.

Dadurch war sichergestellt, dass der Jesus, der im Himmel gelebt hatte, genau der gleiche wurde. Er war die gleiche Persönlichkeit, allerdings nun nicht mehr als Geistperson, sondern als Mensch geboren.

Ich weiß zwar nicht, ob du mir folgen konntest. Aber ich habe es zumindest versucht, dir das auf medizinischer Basis zu erklären.

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