Sie sind nicht angemeldet.
Suche

Abbrechen

Sie sind nicht angemeldet.
Anmelden

Als angemeldetes Mitglied von GMX können Sie auf Beiträge von anderen Mitgliedern antworten und selbst Beiträge schreiben.

Sie sind noch kein GMX Mitglied? Mit nur einer Registrierung erhalten Sie ein GMX E-Mail-Postfach sowie Zugriff auf alle Dienste und Services.
Zur Registrierung

Sie sind nicht angemeldet.

Soll der Nachwuchs vorne sitzen?

Soll der Nachwuchs vorne sitzen? Crashversuche des ADAC haben jetzt bestätigt, dass Kinder auch auf dem Beifahrersitz sicher mitfahren, wenn zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt sind. zum Artikel 19.10.2009, 20:47Verstoß melden

Lieber Nutzer

zukünftig bleiben Foren und Ratgeber von 18:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr morgens geschlossen.

In dieser Zeit können Sie keine Beiträge verfassen, jedoch private Nachrichten versenden, Beiträge lesen und bewerten.

Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Ihre Forenaufsicht

krille Persönliche Nachricht schicken | 913 Beiträge

Das ist doch schon lange bekannt mit den Beifahrerairbags,und einen Ausschalter in nicht zu alten Autos haben,wenn eine Babyschale auf dem Sitz ist.Scheinbar vergessen dies die Eltern manchmal oder wissen nicht wo der Ausschalter ist.Ansonsten hilft die Werkstatt weiter des problems Lösung.

Uroma Persönliche Nachricht schicken | 3844 Beiträge

Hallo Shrimp,

mein Baby ist kein Kleinkind, außerdem hat es nicht nur ein Mindestgesicht, sondern das schönste Babygesicht, das ich kenne!
;-)

Shrimp Persönliche Nachricht schicken | 1283 Beiträge

@Salsaholic
Nein, ich kenne es nicht seit 20 Jahren sondern seit meiner Fahrschule. Dass es aber schon seit 20 Jahren so ist, weiß ich erst seit meinem Studium.

Das erhöhte Risiko für Kinder auf dem Beifahrersitz folgt aus dem generell höherem Verletzungsrisiko an dieser Stelle. Um wieviel gefährlicher es nun ist kann ich nicht sagen. Ich bin kein Unfallforscher. Statistisch gesehen werden Personen bei einem Unfall auf der Beifahrerseite jedoch am häufigsten verletzt. Am wenigsten sind Personen hinter dem Fahrer betroffen. Warum das so ist weiß ich nicht. Mir fallen aber spontan ein paar Punkte ein:

1) Bist du mit dem Pkw unterwegs und ein anderes Fahrzeug kreuzt von links deinen Fahrweg, so erscheint (logischerweise) zuerst die Motorhaube in deinem Blickfeld, dann erst der Beifahrerplatz und erst danach die hinteren Sitzplätze - wie gesagt, logisch. Je später diese Komponenten deinen Fahrweg kreuzen, umso mehr Zeit hast du um deine Geschwindigkeit vor dem Aufprall in eben jene Komponente zu reduzieren. Man prallt in die Beifahrerseite also mit einer höheren Geschwindigkeit als in die hintere Sitzreihe. Stelle dir dazu einfach mal einen Bus vor, der die Vorfahrt missachtet. Je weiter hinten du sitzt, desto geringer ist die Chance, dass ein Auto in deiner Höhe in den Bus prallt. Entweder es passiert weiter vorne oder das Auto bremst ab.

2) Der Fahrer von links - sofern er den Unfall nahen sieht - wird reflexartig bremsen. Es ist nun egal wie weit er aus der Seitenstraße herausfährt: Du würdest bremsen und wenn es geht ausweichen. Wohin? Nach rechts natürlich (reflexartig)! Also prallst du wieder in die Beifahrerseite oder "nur" in die Motorhaube. Beim Aufprall gegen die Motorhaube würdest du das andere Fahrzeug um seine Senkrechte Achse drehen (wenn du schnell genug bist). Die plötzliche Querbeschleunigung ist umso größer, je näher du in diesem Falle an der Aufprallstelle sitzt. Der Beifahrer bekommt nun eher ein Schleudertrauma oder prallt mit dem Kopf gegen die Seitenscheibe als der hinten sitzende Passagier.

3) Vorne hast du mehr Glasflächen als hinten. Durch die Luft fliegende Glassplitter sind nicht Jedermanns Sache...

4) Hinten bist du durch die Rückbank und den Vordersitz geschützt. Vorne durch deine Sitzlehne und die WindschutzSCHEIBE. Blöd, wenn der Gegenstand der dir entgegen kommt keine geraden Aufprallflächen bietet. bestes Beispiel: Überstehende Ladung eines Lkw: Rohre, Standen, Baumstämme etc.

5) Schaue dir mal dieses Bild an:
http://www.bs-wiki.de/mediawiki/images/Verschleissprognose_karosserie.gif

und dieses

http://www.bmw.com/com/de/insights/technology/technology_guide/articles/_shared/img/side_impact_protection.jpg

Man erkennt sehr gut, dass die A-Säule dünner ist als die B-Säule. Zudem ist der Seitenaufprallschutz hinten kürzer (die hintere Tür ist kleiner als die vordere) und somit stabiler. Hast du einen 3-Türer, so entfällt die Instabilität der hinteren Tür komplett. Also noch mal eine Nummer besser. Zudem sitzen die hinteren Passagiere mit dem Hintern fast über der hinteren Achse - zumindest bei Kleinwagen. Bei einem Seitenaufprall ist es für die Passagiere nur vom Vorteil, wenn man über einer Achse sitzt. Dies sind sehr stabile stellen. Das Auto wird nicht eingedrückt sondern verschoben wenn man eine Achse trifft. Stelle dir mal vor, jemand rast in die Seite deines Autos und zwar genau zwischen die beiden Achsen. Nun gucken wir noch mal auf die Bilder: Welcher Sitzplatz befindet sich dort? Ja, genau...

6) Gilt für Kinder im Kindersitz eher weniger:
Wenn du irgendwo gegen fährst, dann meistens mit dem Bug. Beinverletzungen treten also beim Fahrer und Beifahrer eher auf als bei den hinten sitzenden Passagieren.

7) Noch mal zu den Säulen: Der Fahrer und der Beifahrer profitieren von der A- und B-Säule. Die A-Säule wird aus gründen der Sicherheit möglichst dünn gehalten (in älteren Fahrzeugen noch extremer als in den neueren). Die Personen auf der Rückbank profitieren von der B-Säule und der C-Säule. Die C-Säule ist erheblich stärker als die A-Säule

8) Wirst du am Stauende von einem Lkw unter einen anderen geschoben, werden zuerst die vorne Sitzenden geköpft. Ist der schiebende Lkw nicht schnell genug, bleibt es auch dabei und die hinten Sitzenden haben Glück im Unglück.

9) Gibt bestimmt noch viele mehr... Und wie gesagt: Die Statistiken der Unfallforschung bezeichnen den Beifahrersitz als den gefährlichsten im ganzen Fahrzeug.

Noch mal was zu Kindersitzen auf dem Beifahrersitz und aktiviertem(!) Airbag: Es ist erlaubt und auch keine Gefahr, wenn es sich um einen nach vorne gerichteten Sitz handelt UND das Beifahrersitz nach ganz nach hinten geschoben wird. Jedoch würde ich bei Kindern in diesem Fall grundsätzlich den Airbag ausschalten. Erstens profitieren sie nicht davon (lässt das Rückhaltesystem des Kindersitzes nicht zu) und zweitens ist eine Airbagexplosion nicht ungefährlich: zum einen geht es auf die Ohren und zum anderen kann man sich an den heißen Gasen verbrennen. Wobei ich mich auch hier frage ob es auf Kinder zutrifft, da das Kind mit dem Airbag nicht in Berührung kommt und die Gase in den Fußraum abgelassen werden. Aber ein Airbag rettet nun mal das Leben und achtet nicht auf die Gesundheit.

Shrimp Persönliche Nachricht schicken | 1283 Beiträge

Korrektur meiner dämlich-falschen Aussage:

"Die A-Säule wird aus gründen der Sicherheit möglichst dünn gehalten"

soll heißen:

"Die A-Säule wird aus gründen der ÜBERSICHT möglichst dünn gehalten"

Salsaholic Persönliche Nachricht schicken | 4 Beiträge

Noch mal kurz zum Artikel selbst: Ich empfinde den Artikel als weitaus nützlicher als all die Neuigkeiten über Paris Hilton und Co...
Auch wenn es theoretisch jeder Autofahrer wissen sollte, schadet es nicht, auf solche wichtigen (und für ältere Fahrer eher neuen) Sachen hinzuweisen. Wer liest schon das komplette Handbuch seines Autos???

Nur als Beispiel: Es sollte auch jedem Fahrer bekannt sein, wann man die Nebelschlussleuchte einschalten soll (nämlich Nebel und Sicht <50m), man sieht aber massenweise die es falsch machen (z.B. bei Regen, ohne Nebel...) und dabei auch noch schneller als 50 fahren (nicht erlaubt bei so schlechter Sicht).

Und wer glaubt, dass web.de und freenet Nachrichten für die Bildungselite verfassen hat wohl schon knapp 1200 Beiträge auf der falschen Website gepostet ;-)

Salsaholic Persönliche Nachricht schicken | 4 Beiträge

Shrimp, danke für die Ausfühliche Beantwortung, klingt alles logisch.
Leider ist der Beifahrersitz in einem 2-Sitzer dann nur der zweitsicherste Platz
Also dann wohl doch mehr in Mammas Kutsche fahren... ;-)

Shrimp Persönliche Nachricht schicken | 1283 Beiträge

@Salsaholic

"danke für..."
np, macht ja außerdem Spaß :-)

Ich gebe dir recht, dass dieser Artikel besser ist als irgendeine Hilton-Meldung. Aber gut dass du es erwähnst. Dir scheint also die Flut solcher Meldungen hier also auch aufgefallen zu sein. Ich bin regelmäßig überrascht wie viel Mühe sich web/gmx gibt die GAR NICHT gebildeten, die Bildungsverweigerer anzusprechen statt den Durchschnittsbürger. Deinen Vorwurf mit der Bildungselite lasse ich da nicht auf mir sitzen! Ich halte mich für durchschnittlich gebildet, stellenweise für einen Fachidioten und an anderer Stelle vollkommen unwissend. Für irgendeine Elite bin ich nicht klug genug und ein Studium alleine sagt noch nix aus => Heilpädagogik, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften... du weißt was ich meine ;-). Nur wirst du wohl kaum leugnen, dass dieses Formum hier eher für die Hauptschüler und Bildungsverweigerer gedacht ist. Das siehst du doch schon an der Anzahl der Beiträge zu den jeweiligen Themen. Hilton und Bohlen bekommen werden mit Beiträgen zugeschüttet und die Themen der Wissenschaft? vergleiche es mal selbst bei Gelegenheit. Aber seis drum, jeder darf so dumm sein wie er will. Es stellt sich jedoch die Frage wie viel Unwissen man dem Einzelnen erlauben darf ohne dass die Gesellschaft darunter leidet. Die Verblödung der (amerikanischen) Jugend wird selbst bei den Simpsons parodiert: "Zu viel denken macht nur Falten *kicher*" (Zitat einer Puppe die bei kleinen Mädchen sehr beliebt ist. Anspielung auf Barbie).

Ach, ich könnte mich stundenlang weiter so aufregen. Über Erstwähler, Hauptschüler oder über die Rechenkünste mancher Personen (im wahrsten Sinne des Wortes KUNST!)

An diesem Artikel hier stört mich besonders, dass so getan wird als ob es sich um eine vollkommen neue Erkenntnis handeln würde. Ein klassisch-zeitloser Beitrag, den man als Puffer für Sommerlöcher benutzen kann. Kein Wort davon, dass die Kernaussage längst bekannt aber anscheinend beim Verbraucher nicht allzu verbreitet sind. Dass Organisationen wie ADAC, TÜV-Rheinland, Stiftung Warentest o.ä. diese versuche so gut wie das ganze Jahr über machen muss ja schließlich keiner wissen. Statt dessen sitzen dann Leute mit Unterhemd und Jogginghose beim Grillen und tauschen die "neusten" Erkenntnisse aus. Jeder fühlt sich als "Wissender" ohne zu merken, dass der Zug schon längst abgefahren ist. Wäre der Beitrag hier anders formuliert, so hätte der unwissende Leser zumindest das Gefühl etwas nicht mitbekommen zu haben. Ja, ich weiß: GMX ist nicht für die Erziehung der Leute verantwortlich. Medien eben nun mal von der Unwissenheit (und Galileo von der Leichtgläubigkeit).


Ich bin offengestanden recht überrascht, dass es Eltern gibt die sich der Gefahr der Kindersitze und Airbag nicht bewusst gewesen sind. Spätestens mit dem Kauf eines Kindersitzes muss es im Hinterkopf verbleiben.

Meistdiskutierte Themen
Zeitraum: Insgesamt