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Aufstand im Audimax

Aufstand im Audimax An Österreichs übervollen Unis gärt und rumort es. In Wien halten Studenten den Audimax besetzt. Ihnen geht es um ein freies Studium und den Verzicht auf Studiengebühren, deutsche Numerus-clausus-Flüchtlinge sind diesmal nicht das Problem. Die Unis basteln bereits an Zugangsschranken. zum Artikel 28.10.2009, 11:34Verstoß melden

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LasIhnDoch Persönliche Nachricht schicken | 274 Beiträge

Spontan, nicht zentral organisiert und mit zart bolschewistisch angehauchten Parolen zogen einige hundert Studenten der Uni Wien am Donnerstag ins Audimax, den größten Hörsaal der Hochschule.

Seither harren sie dort aus, mit Schlafsäcken, Bier, Pizza und viel Getöse.
________

Bier und Pizza streichen, dann ist der Spuk auch ruckzuck vorbei. :-)

Von "zart bolschewistisch angehauchten Parolen" kann man schließlich nicht leben und von Wasser und Brot wollen sie nicht leben.

Ansonsten finde ich, den österreichischen Studis gehts doch wirklich viel besser als anderswo, z.B. als bei uns.

Immerhin gibt es dort keine Studiengebühren und die Forderung nach "mehr Geld" - naja, wer braucht das nicht?

Die letzte Forderung, die unbeschränkte Studienzulassung, als auch unabhängig von den fachlichen Leistungen eines jeden, die halte ich allerdings schon für Kokolores.

Was soll es denn bringen - und zwar sowohl den Unis, als auch der Allgemeinheit, sprich den Steuerzahlern, wenn jeder kostenlos und solange er will (siehe deren Forderung zu Langzeitstudenten) auf Kosten derer, die arbeiten, studieren darf - obwohl die fachlichen Leistungen bei ihm vielleicht untersurchschnittlich sind und er gerade so mit Ach und Krach sein Abi geschafft hat?

Nee, also sowas ist doch nun aber auch Quark.

BadBank Persönliche Nachricht schicken | 655 Beiträge

Als Student muss man sich für solchen schwarzen Schafe wirklich schämen!

Die Besetzer im Audimax sind ausgeprägt linkslastige Studenten, die im Kern drei Forderungen stellen:

"- einen vollkommen freien Hochschulzugang für jeden, der studieren will
- die Studiengebühren nicht wieder einzuführen - und sie auch für Ausländer und Langzeitstudenten abzuschaffen
- die Studienbedingungen mit deutlich mehr Geld zu verbessern"

Dem letzten Paragraph stimme ich zu. Der Rest ist völliger Schwachsinn. Freier Hochschulzugang für jeden für jedes Fach? Und gleichzeitig sich über volle Hörsäle beschweren? Studiengebühren müssen definitiv für Langzeitstudenten eingeführt werden. Diese Bummelstudenten im 16. Semester kosten den Steuerzahlern unmengen an Geld. Ein "normales" Studium kostet den Steuerzahler ca. 30.000 Euro. Ein Medizinstudium zwischen 120.000-180.000 Euro (in Regelstudienzeit versteht sich!). Wenn die ganzen Flachpfeifen jetzt doppelt so lang studieren, kostet das Unmengen an Geld nur damit die sich nen faulen Lenz machen. Und auf das (harte) Leben nach dem Studium werden sie durch dieses Lari-Fari Studium auch nicht vorbereitet.

Der Sachschaden den diese Randalierer an den Unis angerichtet haben geht schon in den Millionenbereich, aber das wird im Artikel ja kaum erwähnt. Von Schmierereien bis mutwilliger Zerstörung von Inventar ist alles dabei. Und diese Demonstranten spiegeln auch nur eine kleine Minderheit der Studentenschaft wieder. Wenn bei uns die Asta zum Demonstrieren aufruft, dann gehen ca. 5% aller Studenten hin. Und das sind größtenteils die 5% der schlechtesten Studenten, die sich ums Studium drücken wollen und denken, dass sie sich 10 Semester an der Uni ein lockeres Leben machen können. Spätestens im Berufsleben werden sie dann ins kalte Wasser geworfen.

togog80 Persönliche Nachricht schicken | 44 Beiträge

Es kann nur richtig sein, wenn Studenten zeigen, was sie von so einem Kram wie Studiengebühren halten.

Studiengebühren sind nicht gerade 5,00 Euro im Monat.
Ich finde, dass Bildung im öffentlichen Sinne nicht noch von Studenten bezahlt werden sollte.

Macht bitte weiter und harrt aus!

raro Persönliche Nachricht schicken | 696 Beiträge

"einen vollkommen freien Hochschulzugang für jeden, der studieren will"

Dat können die gern auch hier machen. Als zwangsläufige Folge (und nach 3 Jahren als ehemaliger wiss. Mitarbeiter an einer FH weiß ich wovon ich schreibe) wird das Niveau derart brutal sinken, dass ich nicht nur attraktive Angebote in Hülle und Fülle erhalten werde (wie jetzt trotz Krise), die Firmen werden mich vermutlich so in 10 Jahren anbetteln zu wechseln, inkl. 30.000 Handgeld und 100.000 im Jahr aufwärts.
Also von mir aus gern. Mittlerweile kann man ja froh sein, wenn ein Ing. einigermaßen ganze Sätze schreiben kann und i.d.L. ist, sich halbwegs angemessen auszudrücken (terminus technicus). Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Da rennen Bachelors rum, die nach 5 oder 6(!!!) Semestern nicht wissen, wie eine techn. Zeichnung zu bemaßen ist, wie ein Durchmesserzeichen aussieht (war in meiner Aufpassklausur).

PersonalTrainer Persönliche Nachricht schicken | 378 Beiträge

@togog80:

Na ja, aber Studiengebühren gibts doch in Ösi-Land überhaupt nicht.

Und wie man übervolle Hörsäle dadurch lichten will, dass man auch noch alle Zugangsbeschränkungen (die doch eigentlich die Quittung für Leistungsbeschränkungen einiger Abiturienten sind), wegfallen lassen soll, also das ist mir aber schon ein (großes) Rätsel.

Morphyx Persönliche Nachricht schicken | 26 Beiträge

STUDIENGEBÜHREN SIND VERFASSUNGSWIDRIG !!!
Sie verstoßen gegen die Chancengleichheit.
Sie gehören weggeknüppelt ! Was geschiet mit diesen Geldern ? Ich will gar nicht davon anfangen was ich denke.

Nero Persönliche Nachricht schicken | 661 Beiträge

"Da rennen Bachelors rum, die nach 5 oder 6(!!!) Semestern nicht wissen, wie eine techn. Zeichnung zu bemaßen ist, wie ein Durchmesserzeichen aussieht (war in meiner Aufpassklausur)."

Wundert mich gar nicht. Das, was da als Bachelor-System eingeführt wurde, ist eine einzige Lachnummer. Die Studenten sind DRASTISCH schlechter als die in den vormaligen Diplom-Studiengängen.
Da wird eine einzige Klausur bestanden, die zumeist die Klausur von letztem Jahr ist, und das wars dann. Und weil die Hälfte durchfallen würde (was bei Klausuren im Diplomstudiengang auch üblich ist), man aber nicht die Hälfte durchfallen lassen kann, weil für die das Studium dann schon fast beendet ist (Regelungen des Bachelor-Systems, damit die Leute auch ja nicht länger studieren), muss man halt die Anforderungen senken. Ergebnis: Auch mit katastrophalem Wissensstand kann man den Schein noch kriegen. Da man danach nie wieder darüber geprüft wird, ist es so, als wäre die Vorlesung nie gewesen.

Aber Bologna ist ja soooo toll...

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