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Aufstand im Audimax

Aufstand im Audimax An Österreichs übervollen Unis gärt und rumort es. In Wien halten Studenten den Audimax besetzt. Ihnen geht es um ein freies Studium und den Verzicht auf Studiengebühren, deutsche Numerus-clausus-Flüchtlinge sind diesmal nicht das Problem. Die Unis basteln bereits an Zugangsschranken. zum Artikel 28.10.2009, 11:34Verstoß melden

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LasIhnDoch Persönliche Nachricht schicken | 274 Beiträge

"BadBank" schrieb:

Als Student muss man sich für solchen schwarzen Schafe wirklich schämen!

"sternenVikinger" fiel dazu ein:

Und @ Badbank "Als Student muss man sich für solchen schwarzen Schafe wirklich schämen"

*** Oho, es ist also mal wieder lustiges gegenseitiges Fremd-Schämen angesagt... .-)

Und "lustig" - wenn auch auf eine etwas andere Art - geht es dann bei "sternenVikinger" auch weiter, nämlich so:

"Ich bin nach 10 Semestern fast fertig. Ich habe kein Bafög bekommen, keine Kohle von den Eltern, Miete etc durfte ich alles selbst zahlen. - Wo hast du bitte für mein Studium gezahlt????!!"

Das ist jetzt interessant, dass du alles selber bezahlt hast, wieiviel haben dich denn da z.B. gekostet:

- die Gehälter für deine Professoren, Mitarbeiter, Verwaltungsleute, bis hin zu den Putzfrauen?

- die Energiekosten für deine gesamte Uni,

- die Kosten alleine für Gebäudeversicherungen, evtl, Wachschutz, uvm.

- Was hast du in den 5 Jahren jetzt genau an Geld für Reparaturen, Modernisierungen, Instandhaltungen bezahlt?

- Die Kosten für die Anschaffungen von neuen Geräten wie z.B Druckern, Kopierern, usw. was war damit?

- die Kosten für Verbrauchsmaterialien - und zwar ALLE von der Büroklammer bis zum Kaliumpermanganat - wie teuer ist dich das gekommen in deinen 10 Semestern?

Machen wir hier erstmal einen Break, das ist nämlich erst der ANFANG von dem, was letztlich aus STEUERGELDERN von allen, die Steuern zahlen aufgebracht werden müssen - und ja auch tatsächlich werden.

Das mal zu dem "Ich habe alles selber bezahlt."... :-((

Autofan1 Persönliche Nachricht schicken | 4537 Beiträge

Ein Studienplatz kostet viel Geld. Dafür reichen die Gebühren niemals aus. Private Hochschulen bekommen nichts vom Staat und müssen deswegen alle Kosten auf die Gebühren umlegen. Deshalb ist es da so teuer, wo echte Kosten sichtbar sind.

McFly Persönliche Nachricht schicken | 170 Beiträge

@LasIhnDoch:
Hau mal nicht so auf den Putz!
Wenn ich nur mal rechne, dass ich ca. 100€/Monat an Studiengebühren zahle und bei uns etwa 50 Leute in einem Kurs sitzen (FH, bei UNI noch mehr) dann macht das 5000€ pro Monat und Kurs. Damit ist dann schon mal der Prof bezahlt.
Fakultäten, die teure Geräte benötigen werden zudem meist von den Firmen in der Umgebung unterstützt. Besonders im Bereich Maschinenbau und Fahrzeugtechnik. Die ganzen richtig teuren Maschinen wie moderne CNC-Anlagen, etc. bekommt die Hochschule geschenkt.
Die Bücher in der Bibliothek sind trotz Studiengebühren veraltet und nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Folge: Ich kaufe einen großen Teil meiner Literatur selber.
Skripten, etc. sind sowieso in Eigenleistung zu beziehen.
Das heißt, der arme Steuerzahler hat dann noch das Gebäude und dessen Instandhaltung zu zahlen. (Aber ich hab den Eindruck, da fließt bei uns auch nicht so wirklich viel Geld hinein)
Abgesehen davon, zahlen Studenten nach Ihrem Abschluss auch wieder mehr über die Lohnsteuer in den Topf ein, als jemand der sich nach der Schule für eine Ausbildung entschieden hat.
Ich denke also nicht, dass ich im Endeffekt andere Leute so wahnsinnig viel Geld koste. Und selbst wenn, dann haben die in ein paar Jahren auch ihren nutzen von meiner Ausbildung.

BadBank Persönliche Nachricht schicken | 655 Beiträge

Schlechte Privatunis/FHs nehmen 3500++ PRO Semester. Die guten nehmen 5000++ pro Semester. Und das sind normalerweise "günstige" BWL Studienplätze. Zusätzlich kommt noch ein Haufen Geld über 3. Mittel, also von Sponsoren rein. Bei vielen Privatunis ca. die hälfte des Budgets über Stiftungen und Sponsoren, Studiengebühren 25-40%. Wenn jetzt also der (6 Semester) BWL Bachelor schon 30.000 Euro kostet und davon nur 40% der richtigen Kosten gedeckt ist, dann könnt ihr euch vorstellen, was ein Medizin oder Chemiestudium kostet, wo noch teure Laborausrüstungen und Chemikalien zur Verfügung stehen müssen. Und das sind keine Milchmädchenrechnungen sondern harte Fakten. Wenn ihr wollt, dann schicke ich euch Links mit den Zahlen dazu. Habe mich in die Richtung sehr gut erkundigt und auch an mehreren Unis beworben (privat wie staatlich).

Zu Studiengebühren: Gerne einführen, aber nur für Langzeitstudenten und Familien, denen 500 Euro im Semester nicht weh tun. Das Geld muss dann direkt zweckgebunden werden, damit eine bessere Lehre entsteht.

BadBank Persönliche Nachricht schicken | 655 Beiträge

Nochmal zu den Kosten eines Studiums: Das ein guter Student die Kosten seines Studiums (seine Kosten plus die des Steuerzahlers) am Ende wieder rein bekommt, sollte klar sein. Ein Mediziner kostet zwar viel in der Ausbildung, aber er zahlt nachher mehr Steuern und ist für unsere Gesellschaft unabdingbar. Durch die krassen Medizin NCs (oftmals 1,0) zwingt man viele Abiturienten im Ausland zu studieren. Niederlande, Österreich, die baltischen Staaten, Ungarn etc. bezahlen dann unsere Ärzte von morgen

LasIhnDoch Persönliche Nachricht schicken | 274 Beiträge

"McFly" schrieb:

@LasIhnDoch:
Hau mal nicht so auf den Putz!

_____

*Das* gehört aber (ok: unter anderem) zu meinem Beruf. :-)

Ansonsten habe ich ihn ja aber nur "gefragt", was das "alles selber bezahlt" denn am Ende nun gekostet hat... ;-)

Ach so und weil wir einmal dabei sind:

Deine "Rechnung" ist ja wohl ein (schlechter) Witz. ;-)

Wenn danach ginge, dann fehlte ja nicht viel und die Studies müßten von der Uni noch was fürs Kommen rauskriegen.

Falls Du Dir die Mühe machen möchtest, dich diesbezüglich mal mit einem Studi aus dem kaufmännischen Bereich zu unterhalten, wirst Du bald wissen warum.

Ciao.

meschpokeBenutzer gesperrt

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