Vitamin-C-Einnahme schützt nicht vor Erkältungen
Yo, Mann, scheiß auf Vitamin-Tabletten oder Medikamente generell.
Zitrone oder Apfel, Wildkräuter etc. sind die Vitamin-Bomben schlechthin, bioverfügbar und zum Teil sogar kostlos.
Mir scheint, als müsste man das Ergebnis wie folgt umändern: "Zusätzliches Vitamin-C in Tablettenform bringt keinen zusätzlichen Nutzen"...
Der Bericht weist einen eklatanten Fehler auf: Es wurden in der besagten Studie nicht, wie im GMX-Bericht fälschlich genannt, 2 Gramm Vitamin verabreicht, sondern nur 0,2 Gramm (also nur ein Zehntel).
Bei einer derart geringen Dosis ist kein nennenswerter Effekt festzustellen.
Anders sieht es bei tatsächlich relevanten Mengen aus. Nur soviel:
Vor einigen Jahrzehnten wurden offiziell 75 mg Vitamin C empfohlen. Das stieg dann an auf 100 mg, weiter auf 125 mg. Heute empfielt die WHO sowie diverse nationale Ernährungsgesellschaften zwischen 150 und 300 mg Vitamin C täglich. Tendenz steigend. Die Wahrheit kommt immer mehr ans Licht.
Also: Nicht beirren lassen durch Vitamin-Gegner. Anti-Vitamin-Kampganen werden oft von Pharma-Firmen lanciert. Die möchten natürlich lieber ihre teuren Grippe- und Erkältungsmedikamente verkaufen. Wäre ja auch blöd, wenn man dieselben Effekte auch durch preiswerte Vitamin-Gaben erzielen könnte ...
Mit Vitamin-C-Präparaten (im einstelligen Euro-Bereich) lässt sich kein großes Geld verdienen. Mit ultra-teuren verschreibungspflichtigen Medikamenten schon eher.
Der Haupteinwand gegen Nahrungsergänzungsmittel ist der sympathische Gedanke, dass wir diese Stoffe doch bitte in natürlicher Form, im Gemüse, im Obst zu uns nehmen sollten. Und nicht als Pillen aus dem Chemielabors.
Sympathischer Gedanke. Gefällt mir.
Nur leider ist die Welt nicht mehr so. Hat uns doch Herr Markwort in Focus bereits im April 2002 bewiesen: Auch der frischeste Apfel, den Sie kaufen können, enthält nur noch 20% der natürlichen Vitamin-C-Menge. Nur noch 20%! Sie haben keine Chance.
Vielleicht noch diese Meldung:
´Vorzeitige Ernte, lange Transportwege und schlechte Lagerung sind die Hauptursachen, dass Obst und Gemüse wenig bis gar keine Vitamine enthalten, bis sie beim Konsumenten angelangt sind. Zu diesen erschreckenden Ergebnissen kam die britische ´Consumers Association´ nach einer Untersuchung in Supermärkten angebotener Produkte. Die Deckung des täglichen Bedarfs lebensnotwendiger Vitamine durch die Nahrung allein sei daher fast unmöglich.´
Stammt schon aus dem November 2004. Liest man nur nichts darüber in den Zeitungen ...
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