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Bundesagentur: 2010 Defizit von 17,8 Milliarden

Bundesagentur: 2010 Defizit von 17,8 Milliarden Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet im kommenden Jahr mit einem Defizit von 17,8 Milliarden Euro. "Die Zahl 17,8 Milliarden Euro stimmt", bestätigte eine Sprecherin der Behörde... zum Artikel 07.11.2009, 16:47Verstoß melden

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threadpolizeiBenutzer gesperrt

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BlackdoveBenutzer gesperrt

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BlackdoveBenutzer gesperrt

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nachdenkend Persönliche Nachricht schicken | 841 Beiträge

"Wer jetzt noch keine persönliche Rentenvorsorge abschließt,.........."

Jaaaaaaaaa, das muss man jetzt den Menschen mit 3-7 Teuro Brutto Stundenlohn endlich mal begreiflich machen.
Vorsorge, Vorsorge, Vorsorge.
Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung.

Chefsache 5 Beiträge

Das prognostizierte "Defizit" (Behördensprache für Schulden!) ist falsch berechnet worden; denn von 2005 - 2009 hat sich die Zahl der Hartz IV Empfänger in der Statistik der BA gar nicht verändert. Auch die ALG I Empfänger sind weniger geworden. Wo kommen die Kosten her?
Die BA ist in Deutschland die größte IT-Firma mit ca. 100.000 EDV-Mitarbeitern, deren Aufgabe es nicht ist, vorrangig Arbeitsstellen Arbeitssuchenden anzubieten, sondern Arbeitssuchende zu verwalten. Hätten wir ca. 1 Mio Arbeitssuchende weniger, wären bei der BA auch demzufolge Arbeitsplätze in Gefahr.

Die BA hat erst kürzlich ca. 85.000 (!) neue Computer erhalten und für 4 Mrd. eine dazugehörige SAP Software/Datenbank. Die monatlichen Lizenzgebühren liegen bei ca. 2 Mio. EUR.
Die Software wurde nicht auf Fehler überprüft, weil das zu teuer wäre, so dass sie immer noch regelmäßig abstützt und Datenschutzpannen hingenommen werden müssen.

Durch die Gebühren der Telefonhotline nimt die BA monatlich zusätzlich 275.000 EUR (!) ein.

Die BA muß monatlich ca. 2.5 Mrd. EUR an ehemalige Mitarbeiter für Pensionen wegen der schweren Arbeit bezahlen...

Rechnerisch kann es gar kein Defizit geben; denn bereits im jahr 2006 hatte die BA einen Überschuss von 11,1 Mrd. Euro. Wo ist das Geld geblieben?

Obwohl es politisch nicht gewollt ist, von den 100.000 Mitarbeitern der BA einige Tausend zur Entlastung des Haushalt zu entlassen, ist sogar noch die Einstellung weiterer geplant (was für ein Wahnsinn!).

Ich bin selber seit über 20 Jahren in einer großen BA Niederlassung tätig und bearbeite pro Tag 3 (!) Hartz IV Antragsteller. Am nächsten Tag gebe ich die Daten aus dem Formular in die EDV-Datenbank ein. Ich fühle mich nicht überlastet. Auch meine Kollegen in der größten Deutschen Agentur sehen dies auch so. Für uns ist wichtig, dass wir einen verlässlichen Arbeitgeber (Staat) haben, den unsere Gehälter zahlt.

Das wird auch weiterhin so bleiben. Solange wir nicht nach Leistung bezahlt werden, wird diese selbstgemachte Statistik der BA als Mittel benutzt, den Arbeitsmarkt politisch mit defizitären "Horrormeldungen" ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

Schon heute wird aus internen BA Leitungskreisen die Strategie für das Jahr 2012 festgelegt. Hier soll ein Defizit in Höhe von 21,2 Mrd. prognostiziert werden. mehr wil ich nicht schreiben; denn ich möchten meinen sehr guten Arbeitsplatz nicht verlieren.

Ich würde mir wünschen, dass eine von der BA unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus einem anderen europäischen Land die Zahlen monatlich/jährlich neutral überprüft. Dann gäbe es eine böse Überraschung, weil die selbst geschönte Statistik der BA nicht mehr stimmen würde und die Vorstände der BA dann in Erklärungsnot kommen würde...

Da auch dies keiner ernsthaft will, bleibt es wie bisher...


Ahuitzotl Persönliche Nachricht schicken | 2295 Beiträge

@blackdove
Diese Sorge treibt mich auch um. Allerdings ist mir seit 20 Jahren klar wo mancher Hase lang läuft.(so wie dir ja auch) Besonders der "Rentenhase" wird bei mir kein Nestchen legen. Also bleibt mir 1. Ausland, mit ungewissem Ausgang und oder 2. sozialverträgliches Frühableben mit 50-55. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, daß es eine sog. "Einheitsrente" gibt. Die Töpfe werden ebenso fleissig geleert.

Persönliche Vorsorge kann ich mir ebensowenig erlauben, wie manch anderer Billiglöhner. Mir tun die Leute leid, die an die Riesterrente glauben und einzahlen. Wenn es mal soweit ist, fürchte ich, heißt es wieder:Pech gehabt. Nur wird es dann "Bürgerfreundlicher" formuliert.

Ahuitzotl Persönliche Nachricht schicken | 2295 Beiträge

@chefsache
Ein aufschlussreicher Beitrag von dir. Würdest du sagen/Kannst du bestätigen, daß die Meisten Ämter so verfahren? Wirft ja ein recht trauriges Licht auf deine Kollegen bzw. auch die Vorgesetzten. Kriegst du "Ärger" wenn du mehr Fälle bearbeitest, oder ist es einfach nur ein bequemer Job, in dem du dich arrangiert hast?
Ich war auch mal beim AA, die hatten aber mehr Fälle zu bearbeiten. Habe da ziemlich lang gesessen und es eben mitbekommen, daß da bis zum Mittag durchschnittlich 8 Personen/je Sachbearbeiter bearbeitet wurden. Das ist natürlich schon über 17 Jahre her, also wohl nicht mehr so aussagekräftig.

Dein Wunsch nach Kontrolle ist löblich, aber schätzungsweise utopisch. Würde mich über eine Antwort freuen.

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