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Jeder zweite lehnt Umzug für Arbeitsplatz ab

Jeder zweite lehnt Umzug für Arbeitsplatz ab In Deutschland lehnt es jeder Zweite ab, für einen Arbeitsplatz seinen Wohnort zu wechseln. An der Umzugswilligkeit hat sich in den vergangenen vier Jahren trotz der Wirtschaftskrise... zum Artikel 14.11.2009, 01:26Verstoß melden

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Romeo 6405 Beiträge

ist doch verständlich: so weit mir bekannt ist, sind wir (noch) nicht wieder zum Nomadentum zurückgekehrt.

Das Abendland war doch immer besonders stolz, bereits schon ganz früh zur Sesshaftigkeit gefunden zu haben.

notting 1006 Beiträge

Ist ja logisch: Wenn der Partner auch arbeitet, müsste der in der neuen Gegend ja auch erst mal einen Job finden. Von Umzugsproblemen mit Kindern/Schule/Freunden/etc. mal ganz abgesehen.
Und wenn man in der Gegend seiner Eltern wohnt, würden die Kosten steigen, da dann oft diese als "Gratis-Baby-/-Kindersitter" wegfallen.

Silkchen Persönliche Nachricht schicken | 1175 Beiträge

Es geht ja nicht drum wochenweise umherzuziehen.
Für Alleinstehende finde ich es keine allzugrosse Zumutung, wegen der Arbeit umzuziehen. Es ist oftmals einfach Bequemlichkeit und "Kleben an der Scholle", die Menschen dran hindert umzuziehen.
Wenn jemand Familie hat, ist das natürlich was anderes, dass betrifft dann nicht mehr nur einen selber. Da versteh ich wenn jemand nicht umziehen mag.

SamSam Persönliche Nachricht schicken | 363 Beiträge

Dieses Ergebnis finde ich verständlich, mir geht´s nämlich auch so - obwohl ich keine Kinder habe. Das Haus, in dem ich wohne, gehört meiner Familie schon sehr lange, das ist eine richtige Heimat. Irgendeine anonyme Wohnung in einer fremden Stadt wäre nicht mehr als eine Verwahrstation, das fände ich auf Dauer extrem belastend. Ganz zu schweigen davon, dass auch Alleinstehende Familienangehörige und Freunde haben.
Wem das alles nicht so wichtig ist, den hindert ja keiner am Umzug, aber es lebt eben nicht jeder nur für den Job und ich finde, das kann man auch nicht verlangen. Ich jedenfalls würde lieber einen schlechteren Job in Kauf nehmen, anstatt fast alles, was mir wichtig ist, über Bord zu schmeißen für einen Job, den ich womöglich in drei Monaten wieder los bin.

benutzer 3733 Beiträge

leider für viele ein karriereblocker. wenn ich in einer anderen stadt meine existenz verdienen kann, ist das doch allemal besser als letztendlich gefahr zu laufen, in die arbeitslosigkeit zu fallen.
leider ein wirklich typisch-deutsches wohlstandsproblem.

superjany Persönliche Nachricht schicken | 1446 Beiträge

Also ich finde eine Fragestellung nach "grundsätzlicher Umzugsbereitschaft" ziemlich subjektiv. Der selbe Proband, der heute noch bereit ist, ist es morgen schon nicht mehr. Da gibt es viel zu viele Randbedingungen.
Mich stört hier außerdem schon wieder der Ost-West-Vergleich - weil er nichtssagend ist.

RSC 315 Beiträge

Wieso ist der Ost-West Vergleich nichtssagend? Gerade in Bezug zur höheren durchschnittlichen Arbeitslosigkeit im Osten hat er sehr wohl eine Aussage.

Mir persönlich ist es unverständlich, wieso so Viele es vorziehen mit H4 zu leben, anstatt mal einen Umzug in Kauf zu nehmen. Hab das selber in der Familie: Er und Sie und ein kleines Kind (noch nicht im Kindergarten), alle Hartz 4. Aber über einen Umkreis von 20 km hinaus wird nicht einmal nach Arbeit gesucht. Aber dann immer jammern, wie schwer man es doch hat und so weiter.

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