Ein gutes Arbeitszeugnis ist floskelfrei und individuell
Na supi,
dadurch wird die ganze Sache noch komplizierter.
Wenn nämlich der eine Chef nicht weiß, was der andere Chef meint.
Und der Arbeitnehmer hat auch keine Möglichkeit mehr zu wissen, wie gut nun das Zeugnis wirklich ist.
Warum muss man immer an solchen Regelungen rütteln. Das beste Beispiel ist doch die Rechtschreibreform. Die Kids mussten 4 x umlernen.
Aber das passt ja ins Bild, immer mehr muss geändert werden und damit wird alles nur noch komplizierter.
SUPER...
Wann wird mal eingeführt, das auch Arbeitnehmer den Arbeitgebern ein Zeugnis schreiben? Bei einem Vorstellungsgespräch lasse ich mir das dann zeigen, wenn mir die Leute obskur vorkommen, denen ich da so gelegentlich begegne.
Es gibt ja mittlerweile schon Webseiten, wo Schüler ihre Lehrer einschätzen. Für Firmen würde ich mir das auch wünschen, allerdings wohl eher unmachbar, da es ganz viele kleine Firmen gibt, wo man auf sich gestellt ist und es natürlich wie in einer Ehe auch davon abhängig ist, ob die Chemie stimmt. Manche können miteinander und andere nicht.
Welchen Sinn haben solche Zeugnisse eigentlich?
Es darf doch eh immer nur Gutes drin stehen.
Ich habe absolut keine Personalverantwortung oder irgend etwas mit der auswahl von Bewerbern zu tun, aber mir stellt sich wirklich die Frage, ob Zeugnisse, die man solange wieder dem Chef zurück gibt, bis dieser endlich entnervt aufgibt, und alles auf 1+ setzt, noch irgend einen Sinn ergeben.
Ein Perfektes Zeugnis zeigt also entweder, dass der Bewerber wirklich gut ist, oder aber dass er ständig auf seine Rechte pocht, und ganz genau weiß, was ihm zusteht.
Ich persönlich währe für ein Standardisiertes Formular (am besten Europa-weit), in dem ganz genau festgehalten ist, wo der Arbeitnehmer seine stärken, und wo seine Schwächen hat.
Der zukünftige Arbeitnehmer kann dann entscheiden, ob er mit den Schwächen leben kann, und ob diese durch die Stärken aufgehoben werden.
Das nützt dem Arbeitgeber, den richtigen Bewerber auszusuchen, und Mitarbeiter, die Leistung erbringen, werden auch nach ihrer Leistung, und nicht nach ihrer Durchsätzungsfähigkeit bewertet.
Und wer jetzt der meinung ist, das währe nicht Fair: In der Schule gibt es doch auch Noten. Und wer in der Schule nicht aufpasst, oder aus dem einem oder anderem Grund nicht in der Lage ist, das Klassenziel zu erreichen (Unsportlich, Legastheniker, oder einfach nur mit geringer Intelligenz bestraft) , kriegt Noten, die ihm u.U. die Chancen auf dem Arbeitsmarkt dezimiert.
Wenn wir das unseren Kindern zumuten, warum dann nicht uns selbst?
@ 9Lange: Nur weil die Notenvergabe nicht immer fair ist, heißt das nicht, dass man das auf Erwachsene ausweiten sollte. Ich stimme dir zu, wenn du sagst, dass ein Arbeitszeugnis, in dem im Grunde nichts Schlechtes stehen darf, irgendwie sinnlos ist, aber ein standartisiertes Formular würde dem Missbrauch Tür und Tor öffnen. Mit so einem Wisch könnte man nur noch drauf hoffen, dass man an Arbeitgeber gerät, die objektiv sind und auch fair genug, so zu bewerten. Wer weniger Glück hat, arbeitet vielleicht für jemand, der nach Sympatie bewertet. Oder der Abzüge verteilt, wenn ein Arbeitnehmer nach Überstundenabbau oder ähnlichem fragt. Und wie will man im Zweifelsfall vor Gericht nachweisen, wie man gearbeitet hat und ob die Bewertung ungerecht ist? Sowas kann Leuten die ganze Zukunft verbauen, und zwar nicht nur denen, die tatsächlich schlecht arbeiten.
Ich sehe das so, ein Arbeitszeugnis ist ein schwacher Versuch, Bewerber für potentielle Chefs etwas transparenter zu machen, aber nicht wirklich aussagekräftig. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch viele Personalchefs so sehen und bei ihrer Entscheidung eher nach Schul- und Berufsabschlussnoten und dem Eindruck beim Vorstellungsgespräch gehen.
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